Ferstl schockt die Super-G-Konkurrenz: Sieg in Kitzbühel

Thomas Dreßen und Josef Ferstl

Alpin-Weltcup

Ferstl schockt die Super-G-Konkurrenz: Sieg in Kitzbühel

Kitzbühel scheint ein gutes Pflaster für deutsche Speed-Fahrer zu sein: Nach dem Vorjahres-Abfahrtssieg durch Thomas Dreßen gewann Josef Ferstl als erster Deutscher überhaupt den Super-G auf der legendären "Streif".

Mit Startnummer 1 zum Triumph: Ausgerechnet auf der berühmtesten Weltcup-Piste der Welt gelang Josef Ferstl sein zweiter Weltcupsieg nach dem Erfolg von vor zwei Jahren beim Super-G in Gröden - und das kurz vor Beginn der alpinen Weltmeisterschaft. Das DSV-Herrenteam hat plötzlich einen Medaillenkandidaten für Speed-Wettbewerbe nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Thomas Dreßen. Denn in der aktuellen Saison gelang dem 30-jährigen Ferstl noch kein Top-Resultat. Nun schaffte der Oberbayer Historisches: Es war der erste Super-G-Sieg eines Deutschen in Kitzbühel.

Knappe Abstände bei den Top 6

Der Ausgang war denkbar knapp: In der Leader's Box musste Ferstl, der das Rennen eröffnet hatte, ein ums andere Mal um den Sieg zittern. Der Italiener Dominik Paris war nur um 10 Hundertstel langsamer, Vincent Kriechmayr aus Österreich um 15, dessen Teamkollege Matthias Mayer um 18, der Norweger Aleksander Aamodt Kilde um 19 Hundertstel. Alle waren stärker eingeschätzt als Ferstl. Und dann kam mit Startnummer 20 der Franzose Johan Clarey. Im Ziel war er nur um 8 Hundertstel langsamer als Ferstl - Platz zwei für Clarey, vor Abfahrtssieger Paris. "Wenn einer gesagt hätte, ich gewinne mit Startnummer 1, hätte ich ihn ausgelacht (...) Für mich ist Kitzbühel das Wohnzimmer", sagte Ferstl im ORF.

Josef Ferstl gewinnt den Super-G von Kitzbühel Sportschau 27.01.2019 00:33 Min. Verfügbar bis 27.01.2020 Das Erste

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Wie der Vater so der Sohn

Josef Ferstls Sieg ausgerechnet in Kitzbühel hat ein weitere besondere Note: Sein Vater Sepp Ferstl gewann die beiden "Streif"-Abfahrten in den Jahren 1978 und 1979. Noch schöner für den Sohn: Vater Sepp Ferstl war in Kitzbühel auch noch unter den Zuschauern beim Triumph des Filius. "Unglaublich, jemand muss mich zwicken. Die ganze Nacht konnte ich schon nicht schlafen", sagte Sepp Ferstl im ORF. Im Zielbereich durfte Josef Ferstl dann auch noch die Glückwünsche von Thomas Dreßen entgegennehmen.

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Weitere Überraschung durch Schwaiger

Auch Dominik Schwaiger fuhr ein überraschend gutes Ergebnis heraus. Der 27-Jährige aus Königssee wurde mit der hohen Startnummer 53 noch Zwölfter. Schon zuvor hatte ihm Herren-Cheftrainer Mathias Berthold die Teilnahme an der alpinen WM zugesichert.

Josef Ferstl nach Super-G Sieg: "Mega geil"

Sportschau 27.01.2019 01:18 Min. Verfügbar bis 27.01.2020 ARD

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Svindal nicht dabei

Aksel Lund Svindal war in Kitzbühel nicht am Start. Der 36-jährige Norweger, der in dieser Saison schon einen Super-G gewonnen hatte, kündigte am Samstag (26.01.19) seinen Rücktritt nach der alpinen Ski-WM im Februar an.

br | Stand: 27.01.2019, 14:30

Ski Alpin | Weltcupstand Damen

NamePkt
1.Mikaela Shiffrin532
2.Viktoria Rebensburg261
3.Federica Brignone241
4.Corinne Suter225
5.Nicole Schmidhofer218

Ski Alpin | Weltcupstand Herren

NamePkt
1.Matthias Mayer233
2.Vincent Kriechmayr212
3.Dominik Paris204
4.Henrik Kristoffersen193
5.Beat Feuz192
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