Paris mit Doppelschlag in Norwegen

Dominik Paris

Weltcup in Kvitfjell

Paris mit Doppelschlag in Norwegen

Die Olympiastrecke von 1994 liegt dem Italiener Dominik Paris. Nach der Abfahrt gewann er auch den Super-G von Kvitfjell. Der beste Deutsche fuhr gerade so in die Top 20. Der Kampf um die kleine Kristallkugel bleibt spannend.

Perfekt war die Fahrt von Dominik Paris am Samstag (03.03.2019) nicht, aber sie war schnell. Mit der mit Abstand höchsten Geschwindigkeit raste der Italiener im Super-G ins Ziel und setzte mit 1:29,2 Minuten eine Bestzeit, an der sich alle Konkurrenten die Zähne ausbissen. Noch am nächsten dran war der Norweger Kjetil Jansrud, der mit (+0,43 Sekunden) Zweiter wurde. Rang drei ging an Beat Feuz aus der Schweiz (+0,60 Sekunden).

Kampf um kleine Kristall-Kugel weiter spannend

Vor allem im Sprung hatte Paris Probleme und musste korrigieren. Das war zunächst die Chance für Lokalmatador Jansrud. Der Norweger, der dort schon fünf Mal gewonnen hat, führte bis zur letzten Zwischenzeit. Im Zielhang kam er dann aber nicht an die Geschwindigkeit von Paris heran und musste sich geschlagen geben. Der strahlende Doppelsieger vom Wochenende erklärte im ZDF: "Man musste heute einfach alles riskieren, es war kein einfaches Rennen. Ich habe mich ziemlich ans Limit gepusht." Nun reicht Paris beim Saisonfinale in zwei Wochen in Andorra ein dritter Platz, um die kleine Kristallkugel im Super-G zu holen. Der bislang Führende, Vincent Kriechmayr aus Österreich, wurde nur Vierter und verlor viele Punkte auf den Italiener.

Ferstl: "Ich habe mich vertan"

Josef Ferstl beim Super-G

Josef Ferstl beim Super-G

Josef Ferstl fuhr als bester Deutscher gerade so in die Top 20. Nach einem Rückstand von 1:92 Sekunden auf den Sieger sprach Ferstl als 19. von einem "gebrauchten Tag". Offenbar hatte sich der 30-Jährige für die falschen Ski entschieden. Das deutete er im ZDF-Interview an: "Das Ergebnis ist nicht gut, nicht zufriedenstellend. Ich habe von oben bis unten verloren. Ich bin die Kitzbühel-Ski, aber die Strecke war eigentlich einfach zu fahren. Die Ski haben dann zu viel gehalten. Ich hab mich wohl ein bisschen vertan. Naja, eine Erfahrung mehr." Ebenfalls in die Punkteränge fuhr Manuel Schmid. Er wurde mit gut zweieinhalb Sekunden Rückstand 28. Dominik Schwaiger schied nach anfänglich guter Fahrt aus. Schon in der Abfahrt war es für den 27-Jährigen überhaupt nicht gelaufen. Allerdings muss man zu seiner Verteidigung feststellen, dass er die Strecke in Kvitfjell an diesem Wochenende zum ersten Mal überhaupt gefahren ist und sie offenbar noch nicht verinnerlicht hat. Auch für die Brüder Christof und Klaus Brandner kam das Aus, bevor sie die Ziellinie überquerten.

Thema in B5 Sport, 03.03.2019, 12.55 Uhr

ake | Stand: 03.03.2019, 12:40

Darstellung: