Rebensburg will im Riesenslalom die Nummer eins bleiben

Ski-Weltcup in Sölden

Rebensburg will im Riesenslalom die Nummer eins bleiben

Viktoria Rebensburg war im letzten Weltcupwinter die weltbeste Riesenslalom-Fahrerin. Auch in dieser Saison will sie das wieder erreichen. Ziel ist es "die Kugel zu verteidigen," kündigt die 29-Jährige zum Saisonstart in Sölden an.

Das Auftaktrennen im österreichischen Sölden hatte Rebensburg im letzten Winter gewonnen. Am Ende konnte sie, trotz des enttäuschenden Auftritts bei den Olympischen Spielen, mit dem Gewinn der kleinen Kristallkugel für den Disziplinenweltcup eine starke Saison-Bilanz ziehen. Daran will die derzeit beste deutsche Skirennfahrerin am Samstag (um 10 und 13 Uhr im Liveticker) wieder anknüpfen. Sie sei jetzt "wieder die Nummer eins im Riesenslalom", sagt die 29-Jährige selbstbewusst. Das heißt allerdings auch: "Jeder versucht, mich zu jagen."

Erster Gradmesser

Das Rennen in Sölden ist für Rebensburg auch deshalb ein erster Gradmesser für die anstehende WM-Saison: "Es ist ein Weltcuprennen im Riesenslalom, das am Ende auch für die Kugel zählt". Zudem bilden Erfolge in ihrer Lieblingsdisziplin die Basis für ein gutes Abschneiden in Super-G und Abfahrt. Wenn der "Riesen" funktioniert, tue ich mich auch in den Speeddisziplinen um einiges leichter."

Ein wirklicher Knaller zum Start

Die Herausforderung auf dem Rettenbachferner wird aus ihrer Sicht "ein wirklicher Knaller gleich zu Beginn, der es skitechnisch und vom Anspruch her gleich in sich hat." Rebensburg fühlt sich dafür sehr gut vorbereitet. "Der Sommer hat gepasst, ich hab entsprechend gut trainiert". Vor allem, dass sie die Vorbereitung verletzungsfrei, wie geplant absolvieren konnte, sei schon mal "eine gute Basis gewesen. Was dann im Winter rauskommt, dass steht auf einem anderen Blatt Papier."

Ziel war einfach besser zu werden

Um sich weiter zu verbessern und dazu auch die nötigen Herausforderung zu bekommen, trainierte Rebensburg auch mit den österreichischen Riesenslalom-Herren. Das sei cool gewesen. "Allein die Zeitdifferenz zu sehen und das als Ansporn für eine selber zu sehen ist schon auch ein guter Grund," erklärte die Speedspezialistin ihren Schritt. Das Ziel war einfach besser zu werden. Und auch in der Videoanalyse zu sehen, "was ist linienmäßig noch drin, wo liegt das nächste Level." Zudem legte die Oberbayerin mehr Wert auf Regeneration. Deshalb war sie auch nicht zum Training nach Chile geflogen, sondern auf den Gletscher nach Saas-Fee/Schweiz gefahren.

Damenteam soll aufschließen

Lena Dürr

Einen Startplatz für Sölden haben auch Rebensburgs Teamkolleginnen Lena Dürr (Germering), Andrea Filser (Wildsteig) und Veronique Hronek (Unterwössen). DSV-Vorstand Wolfgang Maier kündigte an, dass man bei den Damen im Riesenslalom die Lücke hinter der Vorzeigefahrerin schließen wolle. "So hat beispielsweise Lena Dürr vier Rennen in Australien und Neuseeland bestritten, mit dem Ziel ihre FIS-Punkte im Riesenslalom zu verbessern. Mit zwei Siegen und zwei dritten Plätzen ist ihr das gut gelungen, und Lena wird nun in Sölden mit einer besseren Startnummer ins Rennen gehen können." Dürr hofft nun, "die Chance nutzen zu können."

Teamkollegin Filser freut sich dagegen, dass sie sich "in der internen Qualifikation für den letzten Startplatz in Sölden durchsetzen konnte." Und will deshalb "alles daran setzen, den zweiten Durchgang zu erreichen." Das will auch Hronek, die im Sommer an ihrer Form gefeilt hat und wieder in die Punkteränge fahren will. "Die Piste ist zwar sehr schwer, aber ich werde alles daran setzen, um mich wieder für den zweiten Durchgang zu qualifizieren."

Neuschnee angesagt

Auch bei den Zuschauern sind die Wettbewerbe in Sölden beliebt. Der Skiclub Sölden rechnet am kommenden Wochenende mit bis zu 30.000 Besuchern, die sich allerdings auf schwierige Wetterbedingungen am Rettenbachgletscher einstellen müssen. Am Samstag soll es reichlich Neuschnee geben - und am Sonntag wird mit Windböen mit bis zu 90 Stundenkilometern und Nebel gerechnet.

Thema in: Rundschau, BR, Freitag, 26.10.18, ab 18.45 Uhr

Stand: 26.10.2018, 07:44

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