FIS-Renndirektor Markus Waldner

Sorgen wegen Corona

FIS bangt um Olympia-Teilnahme der Top-Stars

Stand: 03.01.2022, 11:36 Uhr

Aktuell häufen sich im Ski-Alpin-Zirkus die Zwangspausen für Athletinnen. Renndirektor Markus Waldner macht sich deshalb Sorgen um einen möglichen "Super-Gau" bei Olympia.

Die Liste der mit Corona infizierten Athletinnen im alpinen Skisport ist aktuell prominent besetzt: Die Weltmeisterinnen Katharina Liensberger und Lara Gut-Behrami sowie Superstar Mikaela Shiffrin waren zuletzt positiv getestet worden und mussten oder müssen eine unfreiwillige Pause einlegen.

Am Montag (03.01.2022) gab der Schweizer Ski-Verband drei weitere Fälle bekannt: Camille Rast, Aline Danioth und Mélanie Meillard haben sich infiziert und werden auf alle Fälle den Slalom am Dienstag in Zagreb verpassen.

Sorgen der FIS vor "Super-Gau" wachsen

"Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Infektionen auch bei den Herren in die Höhe schnellen", erklärte Markus Waldner, Renndirektor des Ski-Weltverbandes FIS: "Der Ski-Weltcup hängt am seidenen Faden."

Mit Blick auf die in wenigen Wochen startenden Olympischen Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar) skizziert er ein mögliches Schreckensszenario. "Stellen sie sich vor", sagte Waldner, "bei der olympischen Männerabfahrt fehlen Paris, Feuz und Kriechmayr, weil sie wegen Corona zuhause bleiben müssen. Das wäre aus sportlicher Sicht der absolute Super-Gau."

Nun Rennen mit vielen Zuschauern

Angesichts dieser Vorstellung ist es natürlich nicht förderlich, dass nun im Januar noch einige prestigeträchtige Rennen anstehen, bei denen auch zahlreiche Zuschauer zugelassen sein werden - Adelboden und Wengen in der Schweiz erwartet den Ski-Tross ebenso wie das österreichische Kitzbühel mit der legendären Abfahrt auf der "Streif".

"Sollten wir bis Olympia heil durchkommen und dort wirklich alle weltbesten Athleten am Start stehen, dann grenzt das ein Wunder", befürchtet Waldner.

Quelle: rho/sid/dpa

Darstellung: