CAS: Luitz erhält Weltcupsieg zurück

Stefan Luitz

Streitfall Beever Creek

CAS: Luitz erhält Weltcupsieg zurück

Jetzt also doch: Skirennläufer Stefan Luitz bekommt seinen ersten Weltcupsieg, der ihm aberkannt worden war, zurück. Sein Einspruch vor dem Internationalen Sportgerichthofs CAS hatte Erfolg.

Die Entscheidung des Gerichts mit Sitz in Lausanne teilte Luitz' Anwältin Anne Jakob am Freitag (15.03.2019) mit. Der 26-Jährige ist damit bald auch offiziell wieder einer von 14 deutschen Männern, die ein Rennen im alpinen Ski-Weltcup gewinnen konnten.

Anwältin: FIS muss Regeln anpassen

"Die FIS geht jetzt als richtiger Verlierer da raus, das können sie auch nicht wegdiskutieren", sagte DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier. "Er hat ein Rennen gewonnen, das nicht manipuliert war von uns. Was auch immer man über Sauerstoff denkt, es hat keinen Einfluss gehabt auf die Leistung von ihm."

Welche Konsequenzen die CAS-Entscheidung für das Reglement des Skiweltverbands FIS hat, war zunächst unklar. "Wenn die FIS die Regeln jetzt nicht anpasst, handelt sie grob fahrlässig", sagte Jakob. Theoretisch könnte der Schiedsspruch noch vor dem Schweizer Bundesgericht, einem staatlichen Gericht, auf Verfahrensfragen überprüft werden. Aus der FIS gab es jedoch Signale, dass darauf verzichtet wird. In der kurzen offiziellen Stellungnahme hieß es, dass man das Urteil des CAS akzeptiere und respektiere.

Hin und her um Sieg in Beaver Creek

Luitz, dessen Saison nach einer Knieverletzung und einer Operation an der Schulter bereits beendet ist und der beim Weltcup-Finale in Andorra am Samstag nicht antritt, hatte bei seinem Sieg in Beaver Creek Anfang Dezember in einem Aufenthaltsbereich an der Rennstrecke Sauerstoff durch eine Maske eingeatmet und damit gegen das Reglement des Skiweltverbandes verstoßen. Die FIS disqualifizierte ihn nachträglich wegen eines Regelverstoßes und folgte damit einer Formulierung im Anti-Doping-Reglement. Luitz wehrte sich gegen die Strafe und begründete dies unter anderem damit, dass Sauerstoffzufuhr von der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA explizit erlaubt ist und es damit einen Widerspruch zwischen FIS- und WADA-Richtlinien gibt. Der Verstoß gegen die FIS-Regeln sei ihm auch deshalb nicht bewusst gewesen.

Am Montag (11.03.2019) nun hatte der Sportgerichtshof mehrere Stunden getagt. Luitz war persönlich in die Schweiz gekommen und hatte die Fragen des Gerichts beantwortet.

Thema in B5 aktuell, 15.03., 15.54 Uhr

red/dpa | Stand: 15.03.2019, 15:38

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