Maria Höfl-Riesch: "Ich traue Vicky eine Medaille zu"

ARD-Wintersport-Experten beim Dreh in Leipzig

ARD-Expertin im Interview

Maria Höfl-Riesch: "Ich traue Vicky eine Medaille zu"

Olympiasiegerin, Weltmeisterin, Weltcupsiegerin - Maria Höfl-Riesch gehört zu den erfolgreichsten deutschen Skiläuferinnen. Seit vier Jahren analysiert sie die Rennen in der ARD und blickt heute auf die Saison voraus.

Viktoria Rebensburg ist mit einem Sieg in die Saison gestartet. Hat Sie das überrascht?

Maria Höfl-Riesch: Nein, eigentlich nicht. Was sie kann, hat sie schon oft bewiesen. Wer auf der schwierigen Strecke in Sölden vorn dabei ist, fährt in der Weltspitze mit. Der Sieg gibt natürlich Selbstvertrauen für die kommenden Rennen und die Saison. Ich traue Vicky auf jeden Fall eine Medaille bei Olympia zu. Wenn alles passt, auch Gold.

Gibt es außer Viktoria Rebensburg noch deutsche Fahrer, die ins Rampenlicht drängen?

Die Trainer schwärmen von Jessica Hilzinger. Sie ist erst 20 und startete bis 2015 für Liechtenstein. In Sölden konnte sie ihr Talent noch nicht abrufen, aber das ist für solch eine junge Skirennläuferin auch nicht unnormal. Zu den Männern kann man noch nicht viel sagen, weil das Rennen in Sölden ja leider ausgefallen ist.

Welchen Sportler vermissen Sie nächste Saison?

Ilka Stuhec. Sie war die beste Abfahrerin im vergangenen Winter, hat sich leider kurz vor dem Saisonstart in Sölden schwer am Knie verletzt und fällt mit einem Kreuzbandriss lange aus.  

Wie dicht sind Sie noch an den Sportlern dran?

Natürlich nicht mehr ganz so eng wie früher. Das ist völlig normal. Mit den Trainern stehe ich aber im engen Austausch.

Bereitet sich ein alpiner Skirennläufer in einem Olympia-Winter anders vor?

Die Vorbereitung ist kaum anders. Es geht nicht nur um Olympia, auch die Weltcuprennen sind wichtig. Natürlich ist Olympia der Höhepunkt, um dort zu gewinnen, muss an dem Tag alles passen.

Vielen Dank für das Gespräch

Mit Maria Höfl-Riesch sprach Sanny Stephan.

Stand: 03.11.2017, 10:42

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