Garmisch geht gut gerüstet in die WM-Bewerbung

Thomas Dreßen am Start der Kandahar-Abfahrt (Archiv)

Alpine Ski-WM 2025

Garmisch geht gut gerüstet in die WM-Bewerbung

Im Mai fällt die Entscheidung: Wer wird Gastgeber der Alpinen Ski-WM 2025? Neben Saalbach-Hinterglemm und Crans Montana hat sich auch Garmisch-Partenkirchen beworben. Der Sieg von Thomas Dreßen auf der Kandahar taugt da als gewichtiges Argument.

Dass das Rennen am Samstag (01.02.2020) überhaupt gestartet werden konnte, war den 400 Helfern zu verdanken. Erst gab es zu viel Schnee - das Training musste ausfallen, dann kamen über Nacht frühlingshafte Temperaturen. Doch die Pistenarbeiter waren unermüdlich im Einsatz. Am Ende konnte die Abfahrt gestartet werden - und die Veranstalter wurden für ihre Mühen mit dem Heimsieg von Thomas Dreßen belohnt.

"Sicheres und faires Rennen"

"Das war eine super Strecke und eine super Stimmung. Keiner hätte geglaubt, dass wir die Piste so hinbekommen - schöner kann es eigentlich nicht sein", stellte Organisationskomitee-Chef Peter Fischer zufrieden fest. "Es gibt kaum eine Destination im Weltcup, die das besser abarbeiten kann als Garmisch," lobte DSV-Alpin-Direktor Wolfgang Maier. "Dass die Organisatoren trotz der ganzen Widrigkeiten so eine Piste hingebracht haben, wo man so ein sicheres und faires Rennen machen kann, spricht für sich", hob Dreßen hervor.

Garmisch-Wochenende geeignet für WM-Bewerbungsunterlagen

Das Wochenende war also für die WM-Bewerbung ein voller Erfolg. Gut möglich, dass Dreßen, der nur knapp 20 Minuten entfernt von der Kandahar in Mittenwald aufgewachsen ist, zum Zugpferd für die Bewerbung werden könnte. Dreßen wäre bei einer Heim-WM in fünf Jahren 31, für einen Abfahrer vielleicht das beste Alter. Und er könnte zukünftig sportlich bald eine ähnliche Führungsrolle wie der zurückgetretene Felix Neureuther einnehmen. Auch Neureuther, aufgewachsen im Ortsteil Partenkirchen, könnte ein Gesicht der WM-Bewerbung werden. Laut Fischer ist diesbezüglich aber noch nichts beschlossen. Die Entscheidung über die WM-Vergabe fällt im Mai. Zum letzten Mal fanden die Weltmeisterschaften 2011 in Garmisch-Partenkirchen statt - damals war auch Neureuther dabei.

Bei Zuschlag: Permanentes Zielstadion geplant

Das Zielstadion in Garmisch-Partenkirchen

Das Zielstadion in Garmisch-Partenkirchen

Sollte der Ort im Werdenfelser Land den Zuschlag bekommen, planen die Organisatoren ein permanentes Zielstadion neben der Kreuzeck-Bahn. "Das ist eine Win-Win-Situation. Man sieht in Schladming, welch fantastische Atmosphäre man in solchen Stadien haben kann", sagte Maier. Für das Projekt seien kaum Eingriffe in die Natur notwendig. "Es soll eine Arena werden, die nicht nur im Winter genutzt wird, sondern auch im Sommer", ergänzte der OK-Chef. Laut Projektidee hätte das Zielstadion 5.000 Sitzplätze sowie insgesamt ein Fassungsvermögen von mindestens 10.000 Zuschauern. Alle WM-Strecken würden dort enden, die Kandahar-Abfahrt hätte im unteren Streckenteil also einen veränderten Verlauf als bislang im Weltcup.

nho/sid/dpa | Stand: 03.02.2020, 10:22

Ski Alpin | Weltcupstand Damen

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Ski Alpin | Weltcupstand Herren

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