Ski-Star Vonn hat noch ein großes Ziel

Hund Lucy ist bei den Weltcupreisen von Lindsey Vonn immer dabei

Alpin-Weltcups in Cortina und Wengen

Ski-Star Vonn hat noch ein großes Ziel

Ihr Körper sagt "Nein", doch Lindsey Vonn hört noch nicht auf und gibt sich vor ihrem Comeback in der Abfahrt von Cortina d'Ampezzo angriffslustiger denn je. Einen Rekord will sie noch knacken.

Lindsey Vonn ist mit 82 Erfolgen die erfolgreichste Skirennläuferin der Weltcupgeschichte. Olympia-Siegerin ist sie auch und natürlich auch Weltmeisterin. Trotzdem ist sie noch nicht fertig. Vonn jagt noch immer ihrem letzten großen Ziel nach: Ingemar Stenmark an Weltcupsiegen zu übertreffen. 86 Rennen hat der legendäre Schwede gewonnen. "Es ist mein Hauptziel, diesen Rekord zu knacken", sagt sie.

Vonn: "Es fehlt an Knorpel"

Dafür setzt die Amerikaner ihre Gesundheit aufs Spiel. Die vielen Jahre im Weltcup haben Spuren hinterlassen. Körperliche Spuren. "Schade, dass ich nicht noch einige Jahre fahren kann", sagt die 34-Jährige, "es fehlt nicht an Motivation, Hingabe oder Willen, es fehlt an Knorpel. Mein Körper sagt mir: es ist genug!", fährt Vonn fort, "er kann nicht mehr das tun, was ich liebe. Wenn ich eines Tages mit meinen Kindern ohne Schmerzen Skifahren will, muss ich aufhören. Es gibt ein Leben nach dem Sport."

Vonn fährt auf Sieg

Lindsey Vonn beim Super-G in Are 2018

Lindsey Vonn ist zurück

Noch aber, betont sie, noch sei sie "nicht fertig". Nach ihrer abermaligen Knieverletzung im vergangenen November mag sie zwar erst acht Skitage in den Beinen haben, doch sie sei in die Dolomiten gekommen, "um zu gewinnen". In der Vergangenheit sei sie bei Comebacks mitunter kalkuliert gefahren, habe das letzte Risiko gemieden - das sei jetzt anders: "Ich fahre nur auf Sieg, mir ist egal, was passiert."

Drei Rennen in Cortina d'Ampezzo

Vonn bleiben nur noch die zehn Speedrennen in diesem Winter - für fünf Siege. Cortina ist aus ihrer Sicht der ideale Ort, um dieses schier unmögliche Unterfangen zu starten. Auf ihrer Schokoladenstrecke, der Abfahrt, hat sie gleich zwei Siegchancen. Am Freitag und Samstag wird gefahren. Am Sonntag steht dann der Super-G an.

Ann-Kathrin Magg kehrt zurück

Der deutsche Skiverband schickt sieben Athletinnen in den Dolomiten an den Start. "Wir haben uns gut auf diese beiden Rennwochenenden vorbereitet - zuletzt mit einem Techniktraining im italienischen Toblach", erklärte Jürgen Graller, Bundestrainer Damen. Er hofft, dass "die guten Trainingsleistungen umgesetzt werden können". Für Ann-Kathrin Magg wird es ein besonderes Rennen. Sie kehrt nach einer längeren Pause wieder zurück.

Männer fahren in Wengen

Felix Neureuther beim Slalom Wengen

Muss im Stangenwald von Wengen die Übersicht behalten: Felix Neureuther.

Die vom Verletzungspech gebeutelten deutschen Männer sind in Wengen am Start. In der Super-Kombination, wo zuerst der Slalom und dann die Abfahrt absolviert wird, steht aber nur Dominik Schwaiger am Start. In der Abfahrt bekommt Schwaiger Gesellschaft von Josef Ferstl und Manuel Schmid. "Wir konnten uns in den bisherigen Speed-Weltcups tendenziell steigern und wollen an diese Leistungen anknüpfen", sagte Bundestrainer Mathias Berthold. Im Slalom steht besonders Felix Neureuther, der zuletzt stark mit sich haderte, im Fokus.

DSV-Aufgebote für das Alpin-Wochenende

Damen/Cortina d'Ampezzo: Patrizia Dorsch (SC Schellenberg), Ann-Katrin Magg (DAV Überlingen), Meike Pfister (SC Krumbach), Viktoria Rebensburg (SC Kreuth), Kira Weidle (SC Starnberg), Michaela Wenig (SC Lenggries), Veronique Hronek (SV Unterwössen)

Herren/Wengen: Dominik Schwaiger (WSV Königssee), Josef Ferstl (SC Hammer), Manuel Schmid (SC Fischen), Dominik Schwaiger (WSV Königssee), Fritz Dopfer (SC Garmisch), Sebastian Holzmann (SC Oberstdorf), Felix Neureuther (SC Partenkirchen), Dominik Stehle (SC Obermaiselstein), Linus Straßer (TSV 1860 München), Anton Tremmel (SC Rottach-Egern)

Thema in: Sportschau im Ersten, 18.01.2019, 9.05 Uhr

sst/pm/sid | Stand: 17.01.2019, 14:21

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