Odermatt triumphiert im Riesenslalom in Kranjska Gora

Marco Odermatt freut sich

Weltcup in Kranjska Gora

Odermatt triumphiert im Riesenslalom in Kranjska Gora

Marco Odermatt hat nach einem fabelhaften zweiten Durchgang den Riesenslalom in Kranjska Gora gewonnen. Der Schweizer übernahm damit auch die Führung im Disziplinen-Weltcup. Stefan Luitz schaffte es in die Top Ten.

Die Technik-Spezialisten gastieren am letzten Alpin-Wochenende vor dem großen Weltcup-Finale in Lenzerheide im slowenischen Kranjska Gora. Sowohl in der Riesenslalom-Wertung als auch im Gesamtweltcup gibt es ein spannendes Duell zwischen dem Schweizer Marco Odermatt und dem Franzosen Alexis Pinturault.

Spannendes Duell im Kampf um die kleine Kristallkugel

Im Gesamtweltcup hatte Pinturault vor dem Rennen etwas weniger als 100 Punkte Vorsprung. In der Riesenslalomwertung ging es noch knapper zu: 25 Punkte trennten die beiden Konkurrenten voneinander.

Ski Alpin – Spannender Kampf im Gesamtweltcup, starke Vorstellung von Lena Dürr Sportschau 13.03.2021 05:25 Min. Verfügbar bis 13.03.2022 Das Erste

Alexis Pinturault schaut gespannt im Zielbereich

Alexis Pinturault schaut gespannt im Zielbereich

Pinturault ging als Zweiter in das Finale, Odermatt war Vierter. In Führung lag der Schweizer Loic Meillard. Odermatt, im ersten Lauf ungewohnt verhalten unterwegs, ging angriffslustig ins Finale und legte einen Traumlauf hin. 1,07 Sekunden hatte der Schweizer am Ende Vorsprung auf seinen Landsmann Meillard. Dritter wurde der Österreicher Stefan Brennsteiner (+1,09 Sek.)

Loic Meillard (l.), Marco Odermatt (M.) und Stefan Brennsteiner (r.)

Loic Meillard (l.), Marco Odermatt (M.) und Stefan Brennsteiner (r.)

Pinturault zeigte im zweiten Lauf Nerven und fiel auf den vierten Platz zurück (+1,11 Sek.). Odermatt übernimmt mit seinem Sieg die Führung in der Riesenslalom-Wertung. Sein Vorsprung beträgt 15 Punkte. Aber auch der Kampf um den Gesamtweltcup bleibt spannend. Der Schweizer kam bis auf 41 Punkte auf den Franzosen ran. Das Saisonfinale in Lenzerheide verspricht, ein wahrer Showdown zu werden.

DSV-Startern fehlen erneut zwei starke Läufe

Das Problem der deutschen Riesenslalom-Spezialisten war diese Saison häufig, dass sie nicht zwei starke Läufe ins Ziel brachten. Entweder starteten sie nach einem guten ersten Lauf weit vorne und verpassten dann, diese Leistung ins Ziel zu bringen oder sie konnten im ersten Lauf nicht fehlerfrei bleiben und zeigten im Finale eine starke Aufholjagd.

Und so war es auch diesmal. Alexander Schmid zeigte im erste Durchgang eine gute Fahrt und belegte den siebten Platz. Im zweiten hatte er im Probleme im Steilhang und verlor viel Zeit. Der Allgäuer fiel auf den elften Platz (+1,68 Sek.) zurück.

Stefan Luitz' Aufholjagd endet auf Rang zehn

Stefan Luitz war nach dem ersten Lauf 15. Im Finale war der Allgäuer dann deutlich aggressiver und riskiofreudiger unterwegs. Luitz verbesserte sich auf den zehnten Platz (+1,53 Sek.). Entsprechend laut fiel sein Jubelschrei im Ziel aus.

Stefan Luitz mit starkem zweiten Durchgang Sportschau 13.03.2021 01:45 Min. Verfügbar bis 13.03.2022 Das Erste

"Ein Einser und grünes Licht unten bedeuten immer was Gutes. Natürlich würde ich gerne auch mal vorne wieder mitmischen. Ich muss Schritt für Schritt machen und kleine Brötchen backen, aber der Weg nach vorne ist nicht mehr weit", sagte Luitz.

Der dritte deutsche Starter, Julian Rauchfuss, verpasste den zweiten Durchgang. Nach über drei Sekunden Rückstand im Ziel ging es nicht über Platz 44 hinaus.

Thema in: BR, Blickpunkt Sport am 14.03., ab 22.10 Uhr

Nicole Hornischer | Stand: 13.03.2021, 13:37

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