Herren-Cheftrainer Mathias Berthold verlässt den DSV

Mathias Berthold

Ski alpin

Herren-Cheftrainer Mathias Berthold verlässt den DSV

Alpines Herrenteam verliert Cheftrainer: Nach Skirennfahrer Felix Neureuther hört jetzt auch Herren-Bundestrainer Mathias Berthold auf. Als Nachfolger kündigte er immerhin eine "super gute Lösung" an.

Berthold, einer der besten Trainer im alpinen Ski-Zirkus, verlässt zum Saisonende den DSV. "Ich habe noch nie so einen Trainer gehabt, der so gut war", sagt Ex-Skirennfahrer Neureuther über den 53-Jährigen. Während seiner Amtszeit ging es mit den deutschen Männern stetig bergauf. Es gab WM-Medaillen für Neureuther und Fritz Dopfer, Thomas Dressen und Joseph Ferstl triumphierten auf der berühmten Kandahar in Kitzbühel. Mit ihm hatten Maria Höfl-Riesch und Viktoria Rebensburg bei den Winterspielen 2010 Gold gewonnen. 2014 feierte er als österreichischer Cheftrainer Olympiasiege in Slalom und Abfahrt.

Nachfolger wird eine "super gute Lösung"

Im Sommer 2014 war Berthold zum DSV zurückgekehrt, um die deutschen Speedfahrer zur Weltspitze zu führen. Im deutschen Skiverband fühlte sich der Österreicher immer wohl, weil er sich dort verwirklichen konnte. "Ich konnte die Dinge so durchziehen, wie ich es geplant hatte", so Berthold. In Alpinchef Wolfgang Maier habe er zudem "einen hervorragenden Chef, der mich immer unterstützt hat." Darauf festlegen, "das ich sage, ich werde nie mehr Trainer", will sich Berthold immerhin nicht. Der Nachfolger sei geklärt aber noch nicht fix, soll aber aus den eigenen Reihen kommen. "Ich denke, es wird eine super gute Lösung", so Berthold. Und dann haben wir "ein richtig cooles Team für das nächste Jahr."

DSV-Sportvorstand Maier bedauert die Entscheidung

Eine Entscheidung werde man "zur Cheftrainerklausur im April vermelden können", sagte DSV-Sportvorstand Maier und bedauert die Entscheidung von Berthold. "Wir haben gemeinsam in den letzten Jahren viele große Erfolge feiern dürfen. Die Basis hierfür war die extrem engagierte und hochprofessionelle Arbeit von Mathias Berthold".

Mannschaft steht supergut da

Mit Blick auf die Athleten geht Berthold allerdings "mit einem sehr weinenden Auge". Denn die größten Erfolge, "die sie feiern werden, da bin ich dann nicht mehr dabei. Das wird sicher kommen, denn die Mannschaft steht supergut da." Das lachende Auge habe er mit Blick auf die Zukunft: "Das ich einmal das machen kann, was mir wirklich Spaß macht. Ohne großen Druck und ohne großen Stress dahinter."

Der richtige Zeitpunkt für diesen Schritt

Überraschend kam der Rückzug nicht: "Ich trage mich schon längere Zeit mit dem Gedanken", erklärte Berthold. "Ich möchte mich beruflich verändern, einfach in eine andere Rolle gehen. Für mich war einfach jetzt der richtige Zeitpunkt diesen Schritt zu gehen." Darüber sei er "sehr happy."

Die Entscheidung sei im Laufe des Winters gereift: Berthold hat sich mit einem Studiengang in Sportpsychologie bereits neu ausgerichtet. "Das ist ein Themenbereich, der mich sehr interessiert und in dem ich auch großen Bedarf sehe, bei vielen Athleten." In Zukunft will er Hochleistungssportler in Einzelbetreuung nehmen mit Blick auf Mentalcoaching, Lebensführung etc..

Thema in B5 Sport, 21.03.19, 14.55 Uhr

mla/dsv | Stand: 21.03.2019, 14:15

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