Rebensburg verpasst Sieg in der Abfahrt haarscharf

Viktoria Rebensburg

Abfahrts-Weltcup in Soldeu

Rebensburg verpasst Sieg in der Abfahrt haarscharf

Riesenslalom-Spezialistin Viktoria Rebensburg hat am Mittwoch (13.03.2019) beim Saisonfinale in Andorra ihren ersten Sieg in der Abfahrt nur ganz knapp verpasst. Mirjam Puchner (Österreich) war 0,03 Sekunden schneller als die Deutsche. Corinne Suter (Schweiz) - am Ende Dritte - hatte nur 0,08 Sekunden Rückstand auf die Siegerin. Knapper geht es kaum.

Das Saisonfinale war nichts für schwache Nerven und sorgte bei vielen Läuferinnen für ein Wechselbad der Gefühle. So stieß Viktoria Rebensburg einen Jubelschrei aus, als sie im Ziel die "1" aufleuchten sah. Die 29-Jährige aus Kreuth nutzte Top-Bedingungen zu einem Top-Lauf. Vor allem im Mittelstück der 2.598 Meter langen Strecke mit 34 Toren schlug die Stunde von Rebensburg. Sie holte Hundertstel um Hundertstel auf und war im Ziel 0,05 Sekunden schneller als Corinne Suter.

Puchner überrascht alle

Viktoria Rebensburg (l) gemeinsam mit Mirjam Puchner und Corinne Suter auf dem Podest

Viktoria Rebensburg (l) gemeinsam mit Mirjam Puchner und Corinne Suter auf dem Podest

Die Schweizerin, mit der Startnummer 1 gestartet, saß lange in der Leadersbox. An ihrer Zeit von 1:32,99 Minuten bissen sich alle die Zähne aus. Fast alle. Rebensburg (Startnummer 12) war einen Wimpernschlag schneller. Alles deutete auf ihren Premierensieg in der Abfahrt hin. Doch dann kam Mirjam Puchner, eine von sieben gestarteten Österreicherinnen. Sie war in einem verrückten Finale noch einmal 0,03 Sekunden schneller und gewann zum zweiten Mal in ihrer Karriere ein Weltcuprennen. Das erste hatte sie vor drei Jahren, ebenfalls beim Weltcupfinale und ebenfalls in der Abfahrt, gewonnen. "Klar, im ersten Moment ist es schade, dass die Hundertstel aktuell nicht auf meiner Seite sind", sagte Rebensburg. "Trotzdem bin ich mega-happy mit meiner Fahrt. Das ist ein guter Einstand in die Final-Woche."

Schmidhofer macht Abfahrtskrone klar

Damit räumte Österreich beim Saisonfinale richtig ab. Denn schon vor dem Rennen war klar, dass die Krone der besten Abfahrerin der Saison in die Alpenrepublik gehen würde. Die Frage war nur, wer stemmt die kleine Kristallkugel in die Höhe? Die Glückliche war Nicole Schmidhofer. Sie sicherte sich die Kugel vor ihren Teamkolleginnen Stephanie Venier und Ramona Siebenhofer. Schmidhofer war mit einem satten Polster von 90 Punkten auf ihre Landsfrau Siebenhofer ins Rennen gegangen. Das reichte locker, weil Siebenhofer gleich mehrere Schnitzer einbaute und sich deutlich hinter Schmidhofer platzierte. Veniers Rückstand auf Platz eins war schon vor dem Rennen zu groß.

Weidle noch in den Top Ten

Kira Weidle (Starnberg) - mit zwei Podiumsplatzierungen beste deutsche Abfahrerin der Saison - kam zum Abschluss auf Rang neun, Michaela Wenig (Lenggries) wurde Zwölfte.

Mowinckel und Gut verletzten sich vor Saisonfinale

Nur 21 Starterinnen nahmen die letzte Abfahrt in den Angriff, 25 wären startberechtigt gewesen. Zwei wären gern gefahren, verletzten sich aber im Training vor dem Rennen. Die Norwegerin Ragnhild Mowinckel erlitt bei einem Sturz einen Kreuzband- und Meniskusschaden. Auch Lara Gut-Behrami (Schweiz) verletzte sich bei einer Trainingsfahrt. Bei ihr besteht der Verdacht auf einen Riss des Syndesmosebandes. Auch im Rennen verletzten sich zwei Läuferinnen. Cornelia Hütter (Österreich) und Joana Haehlen (Schweiz) stürzten.

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Thema in: MDR aktuell - das Nachrichtenradio, 13.03.2019, 12.40 Uhr

sst | Stand: 13.03.2019, 12:45

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