Cater schnappt Striedinger den Sieg in der Abfahrt weg

Martin Cater

Ski-Alpin-Weltcup in Val d'Isere

Cater schnappt Striedinger den Sieg in der Abfahrt weg

Was für eine Dramatik in Val d'Isere: Mit Startnummer 41 fuhr der Slowene Martin Cater bei der ersten Abfahrt der Saison noch sensationell auf den ersten Platz. Auch Andreas Sander zeigte eine starke Leistung.

Zuvor hatte der Österreicher Otmar Striedinger (+ 0,22s) lange Zeit wie der sichere Sieger ausgesehen. Dritter wurde der Schweizer Urs Kryenbühl (+ 0,27s). "Als ich den Einser gesehen habe, konnte ich es nicht glauben. Ich habe schon gespürt, dass es eine gute Fahrt war - aber dass es zum Sieg reicht, ist unglaublich", sagte der 27-jährige Cater nach seinem ersten Weltcup-Erfolg überwältigt.

Baumann knackt WM-Norm

Die deutschen Speedfahrer zeigten sich erneut bärenstark. Andreas Sander (+ 0,35s), der bereits am Samstag als Achter im Super-G geglänzt hatte, raste diesmal auf den siebten Platz. "Ich bin mega zufrieden, weil ich mich persönlich mehr oder weniger überwunden habe", sagte Sander, der noch mal "Kleinigkeiten gemacht", das Material geändert und am Schuh getüftelt hatte. "Das hat mir von der ersten Kurve an mega viel Selbstvertrauen gegeben. Es ist ein mega Saisoneinstand. Das hätte ich mir wirklich nicht erträumt."

Die halbe WM-Norm in der Tasche hat nun auch Romed Baumann (+ 0,38s), der auf dem neunten Platz einkam, zwischenzeitlich sogar auf Podestkurs lag. Dominik Schwaiger belegte nach einer soliden Fahrt den 21. Platz. Manuel Schmid (+ 1,77s) und Josef Ferstl (+ 1,86s) lagen auf den Plätzen 33 und 38. Simon Jocher (+ 2,26s) wurde 42.

Caviezel und Kriechmayr patzen - Hintermann stürzt

Für den ersten Aufreger hatte Mauro Caviezel gesorgt. Der Schweizer, der am Samstag (12.12.2020) den Super G für sich entschieden hatte, nahm gleich im oberen Teil ein Tor mit, was ihn viel Zeit kostete. So spielte er diesmal keine Rolle.

Mauro Caviezel

Vincent Kriechmayr ging es nicht besser. Der Österreich leistete sich in Führung liegend einen Außenskifehler,  kurz danach stürzte der Schweizer Niels Hintermann, der sogar 0,35 Sekunden schneller war als der zu diesem Zeitpunkt führende Kilde, im unteren Teil der Strecke.  

Strecke anspruchsvoll, aber nicht zu schwer

Zum letzten Mal waren die Abfahrer vor vier Jahren in Val d’Isere zu Gast gewesen. Damals siegte der Norweger Kjetil Jansrud. Normalerweise fahren die Frauen die Oreiller-Killy-Piste unterhalb des Rocher de Bellevarde. Obwohl die Strecke nicht als außergewöhnlich schwer gilt, hat sie mit knapp drei Kilometern eine sehr ordentliche Länge.

rei | Stand: 13.12.2020, 12:05

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