Österreichischer Doppelsieg im Hundertstelkrimi

Matthias Mayer

Abfahrt in Bormio

Österreichischer Doppelsieg im Hundertstelkrimi

Österreichs Speedfahrer beenden das Jahr mit einem Doppelsieg. In der Abfahrt im italienischen Bormio setzte sich Matthias Mayer knapp vor Vincent Kriechmayr durch. Für den DSV-Starter Romed Baumann reichte es diesmal nicht für einen Top-Ten-Platz.

Was war das für ein Hundertstelkrimi in Bormio: Matthias Mayer wählte eine eigene Top-Linie und bewältige die Stelvio in 1:57,32 Minuten. Der Olympiasieger lag nur 0,04 Sekunden vor Landsmann Kriechmayr. Auf Platz drei landete der Schweizer Urs Kryenbühl. Sein Rückstand auf den Sieger betrug lediglich sechs Hundertstel. Es war der erste Weltcupsieg für die ÖSV-Herren in diesem Winter.

Baumann erneut bester DSV-Fahrer

Der derzeit beste deutsche Speed-Spezialist Romed Baumann hatte mit der anspruchsvollen und kraftraubenden Piste seine Mühen und verpasste einen Top-Ten-Platz. Der 34-Jährige, der am Vortag im Super-G noch Siebter wurde, verlor auf Mayer 1,02 Sekunden und belegte den 14. Platz. "Es ist selten, dass wir auf einer so schweren Strecke ein so enges Rennen hatten. Mit einer Sekunde Rückstand bist du bei anderen Rennen auf dem Podium", sagte Baumann.

Andreas Sander vermied das Risiko und war vorsichtig unterwegs. Der 31-Jährige reihte sich auf dem 19. Rang ein (+1,41 Sek.). Manuel Schmid kam auf den 21. Platz. (+1,54 Sek.). Josef Ferstl zeigte eine verhaltene Fahrt und kam mit einem Rückstand von 2,11 Sek. ins Ziel. Als 27. sammelte der Bayer die ersten Abfahrtsweltcup-Punkte der Saison.

Einen Platz vor ihm lag Simon Jocher. Der Grainauer, der am im Super-G am Vortag mit Platz 15 auf sich aufmerksam machte, lag 1,96 Sekunden zurück. Dominik Schwaiger, der nach einem Sturz beim freien Skifahren noch nicht hundertprozentig fit ist, wurde 30. (+2,30 Sek.).

nho/dpa | Stand: 30.12.2020, 13:32

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