Zweite Abfahrt auf der "Streif" auf Sonntag verschoben

Das Rennen am Hahnenkamm in Kitzbuehel

Ski Alpin | Weltcup in Kitzbühel

Zweite Abfahrt auf der "Streif" auf Sonntag verschoben

Nach dem Chaos-Rennen auf der "Streif" am Freitag ist die geplante zweite Abfahrt am Samstag abgesagt worden. Sie wird Sonntag nachgeholt. Auch für den Super-G hat das Auswirkungen. Zudem wurde Näheres zum Gesundheitszustand des gestürzten Skifahrers Urs Kryenbühl bekannt.

Der 90. Geburtstag der Hahnenkamm-Rennen steht unter keinem guten Stern: Nachdem die Abfahrt am Freitag von zwei schweren Stürzen überschattet war, fällt die für Samstag (23.01.2021) geplante zweite Abfahrt auf der Streif aus.

"Aufgrund der aktuellen Wettersituation und dem Zustand der Piste" habe die Jury zusammen mit dem Organisationskomitee diese Entscheidung getroffen, teilte der Internationale Skiverband FIS am frühen Samstagmorgen mit. In Kitzbühel schneit es leicht, dazu ist es sehr neblig.

Super-G auf Montag verschoben

Deutschlands Top-Abfahrer Andreas Sander ahnte die Absage schon: "Als ich heute Morgen aufgestanden bin, da habe ich kurz rausgeschaut und es sah nicht gut aus."

Andreas Sander über Absage: "Gut und schlecht zugleich"

Sportschau 23.01.2021 00:23 Min. Verfügbar bis 23.01.2022 ARD


Die offizielle Hahnenkamm-Abfahrt - das Rennen am Freitag war ein "Nachholer" der abgesagten Abfahrt in Wengen - wird nun am Sonntag (24.01.2021) um 10.20 Uhr nachgeholt, teilten die Organisatoren am Samstagmittag mit. Der geplante Super-G-Wettbewerb wird von Sonntag auf Montag (25.01.2021, 10.45 Uhr) verschoben.

Stürze, Wind, Abbruch am Freitag

Das Rennen am Freitag gipfelte in ein Chaos-Rennen. Der erste Sieg des "ewigen Zweite" Beat Feuz aus Schweiz wurde zur Randnotitz. Mehr als drei Stunden dauerte der Wettbewerb, der nach Stürzen von Urs Kryenbühl aus der Schweiz und dem Amerikaner Ryan Cochran-Siegle sowie mehreren Windpausen zur Hängepartie wurde.

Swiss Ski teilte am Abend mit, dass sich Kryenbühl laut einer ersten Untersuchung eine Gehirnerschütterung, einen Bruch des rechten Schlüsselbeines sowie einen Riss des Kreuz- und Innenbandes im rechten Knie zugezogen hat. Er bleibe über Nacht im Krankenhaus.

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Nach dem 30. Starter entschied die Jury auf Abbruch. Das Ergebnis zählte, weil eben jene 30 Athleten im Ziel waren. So durfte sich der 33-jährige Feuz über seinen ersten Kitzbühel-Sieg freuen, viermal war er zuvor Zweiter geworden.

Abfahrt - Stürze überschatten Rennen auf der Streif Sportschau 22.01.2021 02:01 Min. Verfügbar bis 22.01.2022 Das Erste

Sander wollte angreifen

Andreas Sander beendete das Rennen am Freitag als starker Fünfter und kündigte einen neuen Angriff an. "Ich habe mich richtig gut gefühlt. Heute war ein guter Lauf, aber morgen werde ich noch einmal drauf losfahren. Ob die bessere Leistung zur besseren Platzierung reicht, wird am dann sehen", sagte er im ZDF. Nun wird Sander wie alle anderen ausgebremst. Im Vordergrund steht die Gesundheit - und diese ist bei den aktuellen Wetterbedingungen in Kitzbühel nicht gewährleistet.

Drei deutsche "Streif"-Sieger

Thomas Dreßen, Gewinner der Streif 2018, verfolgte das Spektakel diesmal verletzt vor dem TV. Nach einer Hüft-Operation stand er am Donnerstag erstmals wieder "vorsichtig" auf Ski. Neben Dreßen gewannen Sepp Ferstl (1978 und 1979) sowie Ludwig Leitner (1965) das Hahnenkamm-Rennen.

sst/sid | Stand: 23.01.2021, 11:34

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