Härtetest für das Knie: Dreßen startet am Lauberhorn

Thomas Dreßen

Abfahrt in Wengen

Härtetest für das Knie: Dreßen startet am Lauberhorn

Fast 4,5 Kilometer Länge, zweieinhalb Minuten Fahrtzeit: Eine Woche vor der Rückkehr nach Kitzbühel wird die kraftraubende Lauberhorn-Abfahrt in Wengen für Thomas Dreßens Knie zum echten Härtetest.

Um Weihnachten hatte Kitzbühel-Sieger Thomas Dreßen eine Schwellung im operierten Knie und auf einen der Wettkämpfe in Bormio auf der welligen "Stelvio" noch verzichtet. Jetzt scheinen die Probleme überwunden zu sein. "Meinem Knie geht es sehr gut. Bereits letzte Woche hat das Training im Sarntal sehr gut funktioniert. Wir waren für vier Tage in Südtirol", berichtete der Mittenwalder.

Doch die Knie-Probleme können jederzeit wiederkehren. Dabei ist es nicht das gerissene Kreuzband, das Dreßen zu schaffen macht. "Das Kreuzband ist super", berichtet Cheftrainer Christian Schwaiger, "die Nebenschädigungen sind das größere Problem." Es waren schließlich auch der Meniskus und andere Bänder betroffen. Deshalb sammelt sich in dem Gelenk immer wieder Flüssigkeit an. "Wenn ein Sprung richtig weit geht, ein Schlag kommt, oder eine Landung nicht perfekt ist, kann es reagieren", sagt Schwaiger.

Dreßen soll "bewusst am Limit" fahren

Im vergangenen Jahr hatte er in Wengen verletzt gefehlt, bei seiner Abfahrtspremiere vor zwei Jahren war er starker Fünfter. Von den vier vor ihm Platzierten sind diesmal Aksel Lund Svindal (2./Karriereende) und Hannes Reichelt (4./verletzt) nicht am Start. Folgt nach dem sensationellen Comeback-Sieg von Lake Louise und Rang drei in Gröden das nächste Dreßen-Highlight?

Schwaiger traut seinem Vor-Fahrer alles zu, will aber nicht zu viel versprechen. Der Winter stehe für den Mittenwalder nach wie vor unter dem Motto "Comeback-Saison". Und deshalb gelte weiter die Marschroute, er solle "bewusst am Limit" fahren.

DSV-Aufgebot für Wengen

Dreßen ist in Wengen einer von sechs DSV-Fahrern. Romed Baumann (WSV Kiefersfelden), Josef Ferstl Hammer e.V.), Andreas Sander  (SG Ennepetal), Manuel Schmid (SC Fischen) und Dominik Schwaiger (WSV Königssee) werden auch bei der traditionsreichen Abfahrt starten.

Für die Kombination am Freitag ist nur Baumann vorgesehen. Am Sonntag ist der formstarke Linus Straßer sicher am Start, über weitere Plätze will Cheftrainer Christian Schwaiger nach den zuletzt enttäuschenden Resultaten seiner Fahrer in Adelboden kurzfristig entscheiden.

Thema in: B5 Sport, Donnerstag, 7.55 Uhr

dpa/red/sid | Stand: 15.01.2020, 12:14

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