Feuz gewinnt, Dreßen Siebter

Abfahrt der Herren in Garmisch-Partenkirchen

Feuz gewinnt, Dreßen Siebter

Der Schweizer Beat Feuz hat die Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen gewonnen. Der Streifsieger Thomas Dreßen untermauerte mit Rang sieben seine gute Form. Andreas Sander verpasste knapp die Top Ten.

Eine Woche nach seinem sensationellen Sieg auf der Kitzbühler "Streif" hat der Mittenwalder Dreßen bei seinem Heimrennen auf der Kandahar in Garmisch-Partenkirchen mit einem siebten Platz nach 30 Startern seine Form bei der Olympia-Generalprobe bestätigt. Auf dem Siegerpodest standen diesmal aber andere.

Der 24-Jährige fuhr oben sehr hoch in die Kurven, im Mittelteil kam er durch eine enge Linie auf fünf Hundertstel ran an die Bestzeit. Bei den Sprüngen verlor er etwas. Unten musste er aber ein paar Mal nachdrücken und kassierte rund eine halbe Sekunde Rückstand. Trotzdem reagierte er hocherfreut auf sein Ergebnis: "Es war richtig cool, ich habe das richtig genossen. Die Stimmung war genau so geil wie in Kitzbühel", sagte er.

Feuz siegt nach Trainigspoker

Der Schweizer Feuz kam entschieden besser als im Training zurecht, da hatte er aber definitiv geblufft. Er wählte im Rennen eine weite, aber schnelle Linie. Eine furiose Fahrt im unteren Streckenabschnitt mit einem hohen Satz im freien Fall führte ihn ganz nach oben auf das Siegerpodest. Nur der Österreicher Vincent Kriechmayr brachte ihn noch zum Zittern, nach deutlicher Zwischenbestzeit konnte er aber dem Sieger nicht mehr Paroli bieten. Mit 18 Hundertstel Rückstand erreichte er Rang zwei, zeitgleich mit Dominik Paris. Der Italiener hatte vor dem freien Fall etwas zu viel Tempo herausgenommen, sonst wäre noch mehr drin gewesen.

Außenski-Fehler verhindert Sander-Podestplatz

Der Westfale und Wahl-Allgäuer Sander zeigte oben eine tolle Linie. Auch im Schatten lag er noch mit 12 Hundertstel vorne. Klar auf Bestzeitkurs rutschte ihm dann aber der Außenski weg, da war eine Sekunde weg nach der Anfahrt auf den freien Fall. Auf Podestkurs liegend, verpasste er am Ende knapp einen Top-Ten-Platz.

Ferstl ohne Kraft

Bei Josef Ferstl aus Hammer passte zwar die Linie, unten ging ihm aber die Kraft aus. Nach knapp drei Zehntel Rückstand zur Halbzeit des Rennens fing er sich letztendlich mehr als zwei Sekunden Rückstand ein und landete jenseits der Top 30, genau wie Manuel Schmid vom SC Fischen und Christof Brandner vom WSV Königssee.

rmü | Stand: 27.01.2018, 11:26

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