Italienischer Doppelsieg auf der "Stelvio"

Dominik Paris

Weltcup in Bormio

Italienischer Doppelsieg auf der "Stelvio"

Dominik Paris heißt der Sieger bei der Abfahrt im italienischen Bormio. Der Italiener setzte sich gegen seinen Landsmann Christof Innerhofer durch. Für eine kleine Überraschung aus deutscher Sicht sorgte Josef Ferstl.

Vierte Abfahrt, vierter Sieger: Dominik Paris konnte bei seinem Heimrennen seinen Erfolg aus dem Vorjahr wiederholen. Der Italiener war auf der "Stelvio" mit einer Zeit von 1:55,21 Minuten der Schnellste. Sein Vorsprung auf seinen Landsmann Christof Innerhofer betrug 0,36 Sekunden. Dritter wurde der Schweizer Beat Feuz (+0,52 Sek.), der im Abfahrtsweltcup vorne liegt.

Dritter Sieg für Paris auf seiner Strecke

Paris scheint die Strecke zu liegen. Es ist für ihn bereits der dritte Sieg auf der anspruchsvollen Piste, die diesmal zudem extrem eisig war: Die "Stelvio" hat mit 63 Prozent Neigung den steilsten Start aller Weltcupabfahrten und ist sehr kurvenreich. Es werden Geschwindigkeiten von weit über 130 km/h erreicht.

"Es ist eine taktische Piste. Und du musst immer auf Zug sein. Das hat heute wieder gut geklappt", sagte der Sieger im Zielraum. Auch Innerhofer war sehr glücklich mit seinem zweiten Platz und scherzte mit Blick auf die Statur seines Landsmannes: "Im Zielschuss fehlen mir einfach ein paar Zentimeter Oberschenkelumfang."

Ferstl knapp an den Top Ten vorbei, Schwaiger in die Top 20

Andreas Sander hatte mit der "Stelvio" seine Probleme und kam mit 3,08 Sekunden Rückstand ins Ziel. Deutlich besser machte es sein Team-Kollege Josef Ferstl. Der 29-Jährige lag 1,63 Sekunden zurück und fuhr als Elfter nur knapp an den Top-Ten-Plätzen vorbei. Der Bayer ließ Sieg-Fahrer wie Max Franz (AUT) oder Aksel Lund Svindal (NOR) hinter sich - das unterstreicht seine gute Leistung. "Man kann sich nie ausruhen", berichtete Ferstl. "An der Spitze ist alles so eng, das sind alles so tolle Skifahrer. Ich bin stolz, da mitfahren zu können."

Auch Dominik Schwaiger und Manuel Schmid konnten überzeugen. Schwaiger sammelte nach Platz 21 in Gröden auch hier wichtige Weltcuppunkte. Mit nur 2,17 Sekunden Rückstand landete er auf Rang 19. Drei hundertstel Sekunden dahinter kam auch Manuel Schmid als 21. noch in die Punkte, die Sander als 35. verpasste. Christof Brandner schied aus.

Kosi stürzt schwer

Der Slowene Klemen Kosi stürzte so schwer, dass das Rennen länger unterbrochen werden musste. Im unteren Streckenabschnitt hatte Kosi die Kontrolle verloren, wurde ausgehoben und in die Fangnetze geschleudert. Der slowenische Skiverband gab bekannt, dass der 27-Jährige in das Krankenhaus von Sondrio gebracht wurde und bei Bewusstsein sei. Kosi könne Arme und Beine bewegen sowie mit den Ärzten reden. Er habe Schmerzen im Nackenbereich und Hautabschürfungen im Gesicht. Ob noch andere Verletzungen vorliegen, müssten weitere Untersuchungen zeigen.

nho/dpa/sid | Stand: 28.12.2018, 13:28

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