Skirennläufer Fritz Dopfer macht Schluss

Fritz Dopfer

Ski Alpin

Skirennläufer Fritz Dopfer macht Schluss

Es hatte sich schon angedeutet und steht jetzt fest: Fritz Dopfer beendet seine Karriere. Der 32-Jährige vom SC Garmisch kämpfte immer wieder mit Verletzungspech.

Es ist noch gar nicht so lange her, da war Fritz Dopfer neben dem inzwischen zurückgetretenen Felix Neureuther Deutschlands bester Slalom- und Riesenslalomfahrer. Doch seit einem Schien- und Wadenbeinbruch, den er sich am 20. November 2016 beim Training zuzog, kam der gebürtige Innsbrucker, der erst 2007 vom österreichischen Verband zum DSV wechselte, nicht mehr richtig auf die Beine. In dieser Saison zwangen ihn Rückenprobleme immer wieder zur Pause. Lediglich bei acht Weltcuprennen stand er am Start - und fuhr dabei nur einmal (Val d'Isere/15.12.2019) in die Punkte.

Der Körper streikt

"Nach über 570 Rennen auf Weltcup-, Europacup- und FIS-Ebene sowie insgesamt 3.150 Weltcup-Punkten werde ich meine Karriere beenden. Ich durfte dabei schöne Momente genießen, aber auch die Schattenseiten eines Sportlerlebens kennen lernen", schrieb Dopfer auf Instagram. Er habe sehr oft und sehr hart gekämpft, um nach meinen Verletzungen wieder Rennen fahren zu können. In den letzten Monaten sei ihm jedoch klar geworden, dass "mir mein Körper es nicht mehr erlaubt, den Sport mit der letzten Konsequenz ausüben zu können."

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Bleibt Dopfer beim DSV?

Mit Dopfer verliere der DSV einen "hervorragenden Rennfahrer", sagte Sportvorstand Wolfgang Maier: "Er war eine tragende Säule der Mannschaft, ehe er durch eine schwere Verletzung zurückgeworfen wurde." Der DSV hofft, dass Dopfer dem Team in anderer Funktion treu bleibt. Dieses Angebot dürfte Dopfer annehmen. "Skifahren ist meine große Leidenschaft, und dafür schlägt mein Herz. Daher würde es mich freuen, wenn ich weiterhin in der alpinen Rennszene wirken könnte", sagte Dopfer, der längst weitergedacht und nebenbei einen Master-Abschluss in BWL und einen in Immobilienmanagement in der Tasche hat.

Seit einer schweren Verletzung fuhr Dopfer hinterher

Bis 2016 fuhr der Vizeweltmeister im Slalom von 2015 in seinen zwei Paradedisziplinen regelmäßig um die Podestplätze mit, stand in seiner Karriere insgesamt neunmal auf dem "Stockerl" (sechs zweite und drei dritte Plätze) und war jeweils in der ersten Startgruppe zu finden. Doch nach seiner schweren Verletzung gab es immer wieder Rückschläge.

Fritz Dopfer beim Nachtslalom in Schladming

Fritz Dopfer vor zwei Jahren beim Nachtslalom in Schladming

Zu den Olympischen Spielen in Pyeongchang nahm ihn der DSV zwar mit. Ein 22. Platz im Slalom und ein 26. Rang im Riesenslalom waren aber nicht sein Anspruch. In diesem Winter startete der sympathische und bescheidene Sportler einen neuen Versuch, wieder näher an die Weltspitze heranzukommen. Kurz vor Weihnachten folgte dann die Entscheidung, nicht mehr im Riesenslalom, sondern nur noch im Slalom anzutreten. Ein mögliches Karriereende deutete sich damals schon an und ist jetzt Gewissheit.

Thema in: Sportschau, 13.03.2020, 15.10 Uhr

red/sid | Stand: 13.03.2020, 12:12

Ski Alpin | Weltcupstand Damen

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1.Federica Brignone1378
2.Mikaela Shiffrin1225
3.Petra Vlhová1189
4.Corinne Suter837
5.Marta Bassino817

Ski Alpin | Weltcupstand Herren

NamePkt
1.Aleksander Aamodt Kilde1202
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4.Matthias Mayer916
5.Vincent Kriechmayr794
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