Alle Augen auf Ski-Ass Rebensburg – Neureuther hadert

Viktoria Rebensburg

Vor dem Weltcup am Kronplatz

Alle Augen auf Ski-Ass Rebensburg – Neureuther hadert

Verletzte, Rekonvaleszenten, Enttäuschungen: Die deutschen Skirennläufer sorgen derzeit nicht gerade für positive Nachrichten. Das könnte sich am Dienstag (15.01.2019) ändern, wenn Viktoria Rebensburg im Riesenslalom angreift.

Am Kronplatz in Italien findet am Dienstag ((10 Uhr im Ticker und BR-Stream) ) der vorletzte Riesenslalom vor der Weltmeisterschaft in Are (Schweden/5.-17.2.2019) statt. Als große deutsche Hoffnungsträgerin steht Viktoria Rebensburg am Start.

Wiederholt Rebensburg ihren Vorjahressieg?

Der Riesenslalom ist ihre Schokoladenseite, der Kronplatz einer ihrer Lieblings-Weltcuporte. Vergangene Saison stand die 29-Jährige hier ganz oben auf dem Podium. Gern würde sie diesen Erfolg wiederholen. Es wäre Rebensburgs dritter Saisonsieg und eine Erleichterung für das gesamte Alpin-Team.

"Vicky gehört zur Weltspitze"

Im DSV-Team gibt es aktuell nur wenig Grund zur Freude. "Bei der Vicky mach‘ ich mir im Riesenslalom keine Sorgen. Man weiß, dass sie zur absoluten Weltspitze gehört", sagte Alpinchef Wolfgang Maier.

Neureuther hofft auf den "Klickmoment"

Bei anderen Sportlern sieht das anders aus. Felix Neureuther zählt zweifelsfrei auch zur Spitze, doch eben dort kommt der beste deutsche Slalomfahrer aktuell nicht an. "Ich stelle es mir auch anders vor", sagte er am Sonntag nach Platz 15 und meinte: "Natürlich ist Frust dabei." Nach seinen unzähligen Verletzungen fehlt die Lockerheit. "Ich denke sehr viel nach am Start. Dann verkrampft das ganze System. Ich muss oben am Start stehen und es einfach nur laufen lassen", sagte der Bayer, der auf den "Klickmoment" wartet.

 Starke Comebacks in der Vergangenheit

Felix Neureuther holt Bronze in der WM in St. Moritz

Felix Neureuther holt 2017 Bronze in der WM in St. Moritz.

Tatsächlich hat Neureuther in seiner Karriere schon oft bewiesen, dass er mit seinem Talent manchen Trainingsrückstand wettmachen kann. Beim Saisonauftakt 2015 in Sölden wurde er Sechster, und das obwohl er im Sommer nach einem Bandscheibenvorfall kaum trainieren konnte. Bei der WM 2017 in St. Moritz holte er Bronze im Slalom, nachdem ihn Tage zuvor eine Rückenblessur niedergestreckt hatte. 

Jetzt aber merkt der Familienvater, dass "noch mehr Arbeit als gedacht" vor ihm liegt. Körperlich muss er aufholen, am Material gilt es auch zu feilen vor den anstehenden Slaloms in Wengen am Sonntag (10.15/13.15 Uhr ) und danach in Kitzbühel und Schladming.

sst/dpa | Stand: 14.01.2019, 14:54

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