Keisinger und Lölling auf dem Podium

Jacqueline Lölling

Weltcup in Lake Placid

Keisinger und Lölling auf dem Podium

Die deutschen Skeleton-Piloten konnten ihre Weltcuperfolge aus der vergangenen Woche in Lake Placid nicht wiederholen. Jacqueline Lölling kam aber ebenso aufs Podium wie Youngster Felix Keisinger.

Der Jubel war riesengroß bei Felix Keisinger: Der 21-Jährige aus Berchtesgaden fuhr im zweiten Durchgang noch vom sechsten auf den dritten Platz vor und stand damit erstmals in einem Weltcuprennen auf dem Podium. Geschlagen geben musste er sich nur zwei absoluten Topfahrern. Alexander Tretjakow aus Russland siegte mit einer Gesamtzeit von 1:46,55 Minuten denkbar knapp vor Routinier Martins Dukurs aus Lettland (+ 0,04 Sekunden) und dem Deutschen (+ 0,42).

Nach dem ersten lauf hatte Keisinger noch auf Rang sechs gelegen. Doch dann gelang ihm eine richtig starke Fahrt ohne große Fehler. Drei Plätze arbeitete er sich nach vorne, ließ unter anderem Olympiasieger Sung Bin Yun und auch Axel Jungk hinter sich, der eine Woche nach seinem Triumph diesmal mit einem Rückstand von 0,47 Sekunden auf Tretjakow den vierten Rang belegte. Der 28-Jährige vom BSC Oberbärenburg kam zweimal nicht ganz fehlerfrei durch die schwere, selektive Bahn. Alex Gassner, der dritte deutsche Starter, wurde Neunter (+0,99).

Nikitina meldet sich zurück - Lölling auf dem Podium

Jacqueline Lölling, Jelena Nikitina und Janine Flock (v.l.n.r.)

Jacqueline Lölling, Jelena Nikitina und Janine Flock (v.l.n.r.)

Bei den Frauen hat Skeleton-Pilotin Jacqueline Lölling den zweiten Platz belegt. Eine Woche nach ihrem Sieg zum Weltcupauftakt an gleicher Stelle musste sie sich nur Gesamtweltcupsiegerin Jelena Nikitina geschlagen geben - dies allerdings mit einem Rückstand von 1,12 Sekunden recht deutlich. Die Olympiazweite legte im ersten Durchgang den Grundstein für ihre zweite Podiumsplatzierung binnen einer Woche. Im zweiten Lauf verteidigte die 24-Jährige von der RSG Hochsauerland ihren zweiten Rang hinter der Russin Jelena Nikitina, die sich nach ihrem fünften Platz in der vergangenen Woche an gleicher Stelle stark verbessert präsentierte. Auf Rang drei landete die Österreicherin Janine Flock, die sich im zweiten Lauf vom fünften Platz nach vorne arbeiten konnte.

Tina Hermann verpasst das Podium deutlich

Schon im Vorjahr war Lölling auf der schwierigen US-Bahn am Ort der Olympischen Winterspiele 1932 und 1980 gut zurechtgekommen und hatte hier gewonnen. Diesmal fehlten ihr 1,12 Sekunden Rückstand auf Nikitina. Weltmeisterin Tina Hermann (Königssee) musste sich mit Platz sechs (1,37 Sekunden zurück) zufrieden geben, in der Vorwoche war sie in Lake Placid noch auf Platz drei gefahren. Die WM-Dritte Sophia Griebel (Suhl) landete mit deutlichem Abstand (+ 2,38) nur auf dem 15. Platz. Hermann, Lölling und Griebel hatten im vergangenen März bei den Weltmeisterschaften in Whistler Gold, Silber und Bronze für Deutschland geholt und damit für ein Novum in der Geschichte der Frauen-WM gesorgt.

Skeleton aus Lake Placid - der Wettkampf der Frauen Sportschau 13.12.2019 01:47:02 Std. Verfügbar bis 13.12.2020 Das Erste

red | Stand: 13.12.2019, 22:48

Darstellung: