Skeleton - Hermann feiert in Löllings Wohnzimmer

Skeleton der Frauen - der Weltcup aus Winterberg Sportschau 05.01.2020 16:32 Min. Verfügbar bis 05.01.2021 Das Erste

Weltcup in Winterberg

Skeleton - Hermann feiert in Löllings Wohnzimmer

Jubel und Enttäuschung lagen beim Skeleton-Weltcup in Winterberg dicht beisammen: Während Tina Hermann vom WSV Königssee am Sonntag (05.01.2020) ihren achten Weltcupsieg feierte, ging ausgrechnet Lokalmatadorin Jacqueline Lölling leer aus. Die Winterbergerin, die auf ihrer Heimstrecke als nahezu unschlagbar galt, musste sich mit dem vierten Platz begnügen.

"Mir sind einfach zu viele Fehler passiert. Ich hätte gern gewonnen, aber im Training hat sich schon angedeutet, dass vier Frauen um den Sieg kämpfen werden und am Ende blieb für mich leider nur der vierte Platz", resümierte Lölling, die von den zahlreichen Zuschauern an dern Bahn dennoch gefeiert wurde. Nach dem ersten Durchgang hatte die Winterbergerin als Zweite nur knapp hinter Hermann in Lauerstellung gelegen.

Mit schweren Patzern fiel sie im zweiten Durchgang zurück. Hermann verteidigte dagegen ihre Führung, wenn auch knapp. Am Ende gewann die gebürtige Kölnerin mit 0,03 Sekunden Vorsprung vor der Kanadierin Mirela Rahneva. Dritte wurde die Österreicherin Janine Flock (0,16 s). Hermann freute sich danach über den Sieg, der sich anfühlte, "wie eine kleine Erlösung". Zuletzt lief es bei Hermann nicht rund. Die dritte deutsche Starterin, Sophia Griebel aus Suhl, kam auf den neunten Platz.

Männer - Gassner haarscharf am ersten Sieg vorbei

Alexander Gassner in Winterberg

Alexander Gassner in Winterberg

Bei der Männern verpasste der Winterberger Alexander Gassner zuvor auf seiner Heimbahn im Hochsauerland als Zweiter knapp den Heimsieg. Nach zwei Läufen musste er nur Olympiasieger Yun Sungbin aus Südkorea den Vortritt lassen, der fünf Hundertstelsekunden Vorsprung hatte.

Der Lokalmatador hatte nach dem ersten Durchgang auf dem vierten Platz gelegen und schob sich mit einer "richtig guten Fahrt" auf den zweiten Platz vor. Seinen ersten Weltcupsieg verpasste Gassner um einen Wimpernschlag, was "ein bisschen schmerzte". Jedoch überwog die Freude: "Ich bin superhappy und den Sieg hebe ich mir vielleicht für die EM auf."

Jungk nach Patzer sauer

Auf den dritten Platz fuhr Axel Jungk vom BSC Sachsen Oberbärenburg. Jungk hatte zum Saisonauftakt in Lake Placid gewonnen, diesmal "verbockte" er eine noch bessere Platzierung mit einem Fehler im ersten Durchgang am Start. Jungk brauchte im zweiten Lauf eine fehlerfreie Vorstellung und musste auf Fehler der Konkurrenz hoffen. Beides klappte und Jungk durfte sich nach Platz fünf im ersten Durchgang über den Sprung auf das Podium freuen.

Keisinger wieder vorn dabei

Der bereits für die WM ab Mitte Februar im sächsischen Altenberg nominierte Felix Keisinger aus Königssee baute im ersten Durchgang ebenfalls einen Bock ein und landete am Ende nach einer Steigerung auf einem guten fünften Rang.

Felix Keisinger - die neue Hoffnung auf der Skeleton-Bahn Sportschau 05.01.2020 02:33 Min. Verfügbar bis 05.01.2021 Das Erste

sst/dpa | Stand: 05.01.2020, 12:57

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