Lölling gewinnt Gesamtweltcup, verpasst aber EM-Medaille

Enges Skeleton-Finale: Lölling gewinnt Gesamtweltcup Sportschau 16.02.2020 01:01 Min. Verfügbar bis 16.02.2021 Das Erste

Weltcup in Sigulda

Lölling gewinnt Gesamtweltcup, verpasst aber EM-Medaille

Gesamtweltcup gewonnen, EM-Medaille verpasst - die beste deutsche Skeletonpilotin Jacqueline Lölling erlebte beim Weltcupfinale in Sigulda eine Achterbahnfahrt der Gefühle.

Jacqueline Lölling hat beim Weltcupfinale ihren großen Vorsprung in der Gesamtwertung nur äußerst knapp ins Ziel gebracht. Die 25-Jährige von der RSG Hochsauerland belegte im achten und letzten Saisonlauf im lettischen Sigulda den achten Platz. Das reichte, um im Kampf um die große Kristallkugel vorne zu bleiben. Mit 1632 Punkten gewann Lölling die Wertung vor der Österreicherin Janine Flock (1614).

Jelena Nikitina holt EM-Gold

Sigulda-Siegerin Jelena Nikitina aus Russland, die mit 51,85 Sekunden im ersten Lauf einen Bahnrekord aufgestellt hatte, konnte sich mit dem EM-Titel trösten. Die Europameisterschaft wurde ebenfalls in den beiden Weltcupläufen ausgetragen.

Zweiter Lauf verhunzt Tina Herrmann die Bilanz

Dabei hatten im ersten Lauf gleich vier Athletinnen eine Bestzeit erzielt, doch Nikitinas Lauf mit über vier Zehnteln Vorsprung war unantastbar. Auch im zweiten Durchgang erzielten die Athletinnen sehr gute Zeiten, die Schweizerin Marina Gilardoni konnte die Rekordzeit von Nikitina einstellen und wurde EM-Zweite vor Flock.

Dagegen vergab Tina Herrmann im zweiten Lauf ihre Chancen auf den Gewinn des Gesamtweltcups und wäre beinahe gestürzt. Mit einem "Ich hasse mich" verließ die 27-Jährige den Eiskanal und belegte in Sigulda lediglich den 15. Rang. Im Gesamtweltcup fiel Herrmann vom zweiten auf den vierten Platz zurück.

wp/dpa | Stand: 16.02.2020, 11:51

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