Vier Podestplätze für deutsche Skeletoni

Skeleton-Weltcup der Damen: Hermann siegt erneut Sportschau 31.01.2020 02:21 Min. Verfügbar bis 31.01.2021 Das Erste

Vier Podestplätze für deutsche Skeletoni

Die deutschen Skeleton-Piloten haben für einen erfolgreichen Auftakt des Bob- und Skeleton-Weltcups in St. Moritz gesorgt. Bei den Frauen gab es auf der Natureisbahn einen Doppelsieg zu feiern, bei den Männern war nur ein Lette schneller als die Deutschen.

Skeleton-Weltmeisterin Tina Hermann hat beim Skeleton-Weltcup im schweizerischen St. Moritz ihren dritten Saisonsieg eingefahren. Mit Bahnrekorden in beiden Läufen verwies die Pilotin vom Königssee Teamgefährtin Jacqueline Lölling von der RSG Hochsauerland mit 0,41 Sekunden Vorsprung auf den zweiten Platz. "Ich hatte oben noch ein paar kleine Fehler", sagte Hermann nach dem Rennen: "Aber insgesamt geht es in die richtige Richtung." Lölling hingegen haderte mit ihrem langsameren ersten Lauf: "Im zweiten war es besser. Mit dem bin ich ganz zufrieden", sagte die Winterbergerin.

Favoriten für die Heim-WM

Mit ihrem Doppelsieg erreichten die beiden Deutschen dasselbe Ergebnis wie vor Wochenfrist in Königssee und untrestrichen ihre Favoritenstellung für die Heim-WM Ende Februar im sächsischen Altenberg. Dritte wurde die Österreicherin Janine Flock. Sophia Griebel (Suhl/+1,61) landete auf Platz sieben.

In der Weltcup-Gesamtwertung schob sich Hermann auf den zweiten Platz. Die Führung hat weiter Löling inne.

Nur Durkurs schneller als Keisinger und Jungk

Zuvor haben Felix Keisinger und Axel Jungk im Rennen der Männer die Plätze zwei und drei belegt. Eine Klasse für sich war Martins Dukurs. Der sechsfache Weltmeister lag nach zwei Läufen 31 bzw. 34 Hundertstelsekunden vor den beiden Deutschen und sicherte sich seinen 52. Weltcupsieg.

Skeleton - Felix Keisinger triumphiert in St. Moritz Sportschau 31.01.2020 02:22 Min. Verfügbar bis 31.01.2021 Das Erste

Keisinger von sechs auf zwei

Mit Platz zwei schaffte Keisinger die beste Weltcup-Platzierung seiner Karriere. Dabei hatte der 22-Jährige vom WSV Königssee nach dem ersten Lauf noch auf Platz sechs gelegen. Mit einem Traumstart im Finaldurchgang schob er sich jedoch noch an nahmhaften Konkurrenten wie den Olympiasiegern Alexander Tretjakow (Russland) und Yun Sung-bin (Südkorea) vorbei. Im Ziel ärgerte sich Keisinger über den nicht optimalen ersten Durchgang: "Ich wäre froh, wenn es auch den ersten Lauf mal so treffen würde. Aber ich habe das als Motivation für den zweiten Durchgang genommen und am Start die Bestzeit geschafft." Insgesamt, so bilanzierte Keisinger, fehle ihm noch ein bisschen die Konstanz.

Jungk: Noch Rückstand am Start

Jungk, der bereits einen Saisonsieg verbuchen konnte, war mit seinem dritten Platz ebenfalls nicht ganz zufrieden: "Es ist bitter, immer fehlen ein paar Hundertstel, um ganz vor zu landen", meinte der Oberbärenberger: "Aufgrund meiner Krankheit habe ich noch einigen Rückstand am Start. Wenn ich den aufholen kann, kann es auch wieder zum Sieg reichen."  Alexander Gassner als Fünfter komplettierte das gute Mannschaftsergebnis.

Im Gesamtweltcup schob sich Keisinger an seinem Teamgefährten Jungk vorbei auf Platz vier. Die Führung übernahm Dukurs von Tretjakow, der diesmal mit Platz sechs zufrieden sein musste.

dko/dpa | Stand: 31.01.2020, 15:47

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