Shorttrack-WM - Lüdtke über 1000 m auf Platz zehn

Lüdtke

WM in Dordrecht

Shorttrack-WM - Lüdtke über 1000 m auf Platz zehn

Adrian Lüdtke ist zum Abschluss der Shorttrack-Weltmeisterschaften im B-Finale über 1.000 Meter disqualifiziert worden und hat die Titelkämpfe als Zehnter beendet. Vor ihm hatte schon Christoph Schubert über 1.500 m Platz zehn erreicht.

Im niederländischen Dordrecht war der 22 Jahre alte Rostocker überraschend bis in das Halbfinale vorgedrungen und hatte sich als Vierter für das B-Finale qualifiziert. Dort bedrängte er aber unzulässig den Niederländer Sjinkie Kneght, so dass ihn die Jury mit einem Penalty bestrafte und auf den letzten Platz setzte. Im WM-Endklassement bedeiutete das für Lüdtke Rang zehn. Weltmeister wurde der Ungar Shaolin Sandor Liu.

Schubert überrascht mit Top-Ten-Platz

Christoph Schubert

Am Samstag (06.03.) lief Christoph Schubert über 1.500 Meter auf einen starken zehnten Platz. Dafür reichte ihm ein zweiter Platz im B-Finale. Dort zeigte Schubert seine Fähigkeiten und musste nur dem Kasachen Adil Galiachmetow den Vortritt lassen, was für ihn im Schlussklassement Platz zehn bedeutete.

"Endlich konnte ich meine Trainingsleistungen auch mal im Wettkampf abrufen", sagte der Dresdner, der nach einem Sturz im Halbfinale mit einem blutenden blauen Zeh das Final-Rennen bestritt.

Olympiasieger Hamelin wieder Weltmeister

Mit etwas Glück war er in das kleine Finale eingezogen. Nach dem Sturz in die Bande rappelte er sich wieder auf und beendete das Rennen noch als Vierter. Er profitierte dabei von drei Disqualifikationen seiner Konkurrenten. Weltmeister wurde der 36 Jahre alte kanadische Olympiasieger Charles Hamelin.

Jacobs scheitert nach Disqualifikation

Gina Jacobs (l.) im Vorlauf über 1.500 m

Gina Jacobs (l.) im Vorlauf über 1.500 m

Zuvor war Schuberts Trainingsgefährtin Gina Jacobs auf derselben Strecke nach Disqualifikation im Halbfinale gescheitert. Nach dem Schock durch den schweren Trainingsunfall von Leistungsträgerin Anna Seidel, die inzwischen am Schien- und Wadenbein operiert wurde, hatte sie im Viertelfinale mit einem zweiten Platz überrascht. "Das war das wohl beste Rennen ihres Lebens. Sie war richtig mutig", lobte Bundestrainer Stuart Horsepool. Weltmeisterin wurde die Mehrkampf-Europameisterin Suzanne Schulting aus den Niederlanden.

Seidel nach Schien- und Wadenbeinbruch operiert

Anna Seidel, die am Mittwoch nach Bruch des Schien- und Wadenbeins in Dresden operiert wurde, galt nach ihren drei EM-Medaillen im Januar als Kandidatin auf die erste WM--Medaille deutscher Shorttracker.

Wegen der coronabedingten Abwesenheit der Top-Shorttracker aus Südkorea, China und Kanada wurde die zweimalige Olympia-Teilnehmerin im WM-Gastgeberland als größte Herausforderin von Olympiasiegerin und Titelverteidigerin Suzanne Schulting aus den Niederlanden angesehen. Schulting ist als einzige der Medaillengewinnerinnen der WM 2019 diesmal am Start.

dpa | Stand: 07.03.2021, 16:32

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