Diese Athleten machen Schluss

Diese Athleten machen Schluss

Große Erfolge, große Abschiede: Im DSV hängte nicht nur Viktoria Rebensburg und Fritz Dopfer ihre Ski an den Nagel. Mit Martin Fourcade und Kaisa Mäkäräinen haben auch zwei Biathlonstars ihre Karriere beendet. Ein Überblick.

Viktoria Rebensburg

Der alpine Skizirkus verliert eine Spitzenkraft. Viktoria Rebensburg hat im September überraschend das Ende ihrer Ski-Karriere verkündet. Die 30-Jährige vom SC Kreuth glaubt, dass sie "nach ihrer Verletzung nicht mehr an ihre sportlichen Höchstleistungen anknüpfen kann." Verletzt hat sich Rebensburg bereits am 9. Februar beim Super-G in Garmisch-Partenkirchen. Es war ihr letztes Rennen. Doch nicht nur ihr Sturz bleibt von diesem Wochenende in Erinnerung, denn nur einen Tag zuvor konnte sie die Abfahrt auf der Kandahar gewinnen. Die erste Abfahrt in der erfolgreichen Karriere der Riesenslalom-Olympiasiegerin.

Der alpine Skizirkus verliert eine Spitzenkraft. Viktoria Rebensburg hat im September überraschend das Ende ihrer Ski-Karriere verkündet. Die 30-Jährige vom SC Kreuth glaubt, dass sie "nach ihrer Verletzung nicht mehr an ihre sportlichen Höchstleistungen anknüpfen kann." Verletzt hat sich Rebensburg bereits am 9. Februar beim Super-G in Garmisch-Partenkirchen. Es war ihr letztes Rennen. Doch nicht nur ihr Sturz bleibt von diesem Wochenende in Erinnerung, denn nur einen Tag zuvor konnte sie die Abfahrt auf der Kandahar gewinnen. Die erste Abfahrt in der erfolgreichen Karriere der Riesenslalom-Olympiasiegerin.

Auch Anna Veith, vor wenigen Jahren die beste Alpin-Sportlerin der Welt, hat aufgehört. Unter ihrem Mädchennamen Fenninger wurde die Salzburgerin 2014 Olympiasiegerin im Super-G, holte jeweils WM-Gold in der Kombination 2011 sowie in Super-G und Riesenslalom 2015 und gewann 2014 und 2015 die große Kristallkugel als Siegerin der Weltcup-Gesamtwertung. Dann verletzte sie sich schwer am Knie und kämpfte immer wieder mit ihrem Körper. "Meine Träume für die Zukunft haben sich verändert. Deshalb möchte ich meine aktive Karriere beenden", erklärte sie im Mai.

Tina Weirather, die Tochter der Skirennläufer Harti Weirather und Hanni Wenzel, überwand viele Verletzungen und innere Widerstände. Jetzt will die Liechtensteinerin keine Skirennen mehr bestreiten. "Ich hatte immer geplant, nicht länger als bis 30 zu fahren. Ich bin ausgebrannt." Als Erinnerung bleiben ihr aus dem Ski-Zirkus eine Olympia-Medaille, eine WM-Medaille, Weltcupsiege in drei Disziplinen und zwei Kristallkugeln. 

Er wird dem Biathlon-Zirkus fehlen: Der Franzose Martin Fourcade hat ein Jahrzehnt lang dominiert und gehört zu den erfolgreichsten Athleten in der Geschichte dieser Sportart. Fourcade steht für spannende Duelle, große Gesten und für klare Worte. Vor dem letzten Rennen in dieser Saison verkündete er seinen Abschied – und beschenkte sich kurz danach tatsächlich noch einmal mit einem Sieg. Mit 79 Weltcupsiegen, fünf olympischen Goldmedaillen und 13 Weltmeistertiteln tritt der 31-Jährige ab.

Fehlen wird auch die Finnin Kaisa Mäkäräinen, die 2005 ihre erste WM lief und fortan in der Weltspitze mitmischte. Die wieselflinke Mäkäräinen wurde dreimalige Weltcup-Gesamtsiegerin und gewann 2011 WM-Gold. Mit 37 machte sie Schluss, an dem Ort, wo alles begann: im Skistadion von Kontiolahti.

Auch der frühere österreichische Biathlon-Weltmeister Dominik Landertinger hat seine erfolgreiche Karriere beendet. Landertinger gewann bei drei Olympia-Teilnahmen vier Medaillen und dazu fünf WM-Medaillen, darunter 2009 in Pyeongchang den Titel im Massenstart. "Für mich ist jetzt der richtige Zeitpunkt aufzuhören", sagte der 32-Jährige. Er sei nach seiner Bandscheiben-OP (2017) seinen "Leistungen oft hinterhergelaufen".

Snowboardcrosser Konstantin Schad hat sein Brett endgültig an den Nagel gehängt. Der 32-Jährige vom SC Miesbach beendet nach fast zwei Jahrzehnten im Leistungssport seine Karriere. Die Gründe: Kinder, Körper und Corona. Zu den "ganz großen Medaillen" bei Olympischen Winterspielen oder Weltmeisterschaften hat es zwar nicht gereicht. Aber Bei den Winter-X-Games 2016, laut Schad "DEM Contest für jeden Snowboarder", gewann er die Bronzemedaille

Eine Skisprung-Hoffnungsträgerin hört auf: Skispringerin Gianina Ernst (Oberstdorf) hat nach zwei schweren Knieverletzungen mit nur 21 Jahren ihre Karriere beendet. Ernst hatte Ende 2013 mit 14 Jahren bei ihrem ersten Weltcupspringen als Zweite sogleich einen Podestplatz belegt. Als 15-Jährige war sie 2014 jüngste Starterin bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi.

Stand: 21.10.2020, 09:57 Uhr

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