Doppelter Dreier für deutsche Rodlerinnen

Medaillenübergabe in Corona-Zeiten: Julia Taubitz, Natalie Geisenberger und Dajana Eitberger hängen sich die Medaillen um.

Saisonauftakt in Innsbruck

Doppelter Dreier für deutsche Rodlerinnen

Die deutschen Rodler haben einen Traumstart in die Saison hingelegt. Die Frauen feierten am Sonntag (29.11.2020) im Einzel und Sprint einen Dreifacherfolg. Auch im Team war die deutsche Mannschaft nicht zu schlagen.

Die deutschen Rodlerinnen sind beim Weltcupauftakt in Innsbruck-Igls zu einem Dreifacherfolg gefahren. Julia Taubitz (Oberwiesenthal) gewann vor Natalie Geisenberger (Miesbach) und Dajana Eitberger (Ilmenau), die beide nach ihrer Babypause ihr erstes Rennen absolvierten. Genau in dieser Reihenfolge endete wenig später auch der Sprint-Weltcup, bei dem nur ein Lauf nach einem fliegenden Start gewertet wird.

Taubitz über Sieg: "Große Last abgefallen"

Sportschau 29.11.2020 00:24 Min. Verfügbar bis 29.11.2021 ARD


Taubitz, die Gesamtweltcupsiegerin des vergangenen Winters, dominierte die Läufe mit Tagesbestwerten und war damit auch schneller als die einstige Dauersiegerin Natalie Geisenberger. Die Olympiasiegerin, die erst vor sechs Monaten Mutter geworden war, zeigte mit zwei zweiten Plätzen allerdings sofort, dass mit ihr wieder zu rechnen sein wird.

Siegerin Taubitz freute sich im ZDF über einen "perfekten Start". Nach einer durchwachsenen Trainingswoche sei sie vor dem Start schon nervös gewesen und nun umso glücklicker, dass es im Wettbewerb so funktioniert habe. Geisenberger freute sich über "ein sehr gutes Rennen. Es waren ein paar Fehler drin, aber ich weiß, dass ich wieder da bin, dass ich vorne dabei bin und dass ich auch Spaß habe am Fahren."

Eitberger nervenstark auf das Podest

Gleiches gilt für Dajana Eitberger, die sich im Einzel von Platz fünf mit einem nahezu fehlerfreien zweiten Lauf noch auf das Treppchen schob. Mit Cheyenne Rosenthal aus Winterberg auf Rang sieben kam eine weitere deutsche Rodlerin in die Top-Ten. Im Sprint baute Rosenthal einen größeren Schnitzer ein und wurde nur 14.

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Sportschau 29.11.2020 00:30 Min. Verfügbar bis 29.11.2021 ARD


Deutschland auch im Team erfolgreich

Kurz nach dem Dreifacherfolg gewannen die deutschen Rodler auch noch den Staffelwettbewerb. In der Besetzung Julia Taubitz, Felix Loch und Toni Eggert/Sascha Benecken setzten sich die Deutschen knapp und mit etwas Glück vor Österreich und Russland durch.

Loch legt im Sprint nach

Am Samstag hatte der dreimalige Olympiasieger Felix Loch (Berchtesgaden) seinen ersten Weltcup-Sieg seit Februar 2019 eingefahren. Am Sonntag folgte als "Zugabe" noch der erste Platz im Sprint. Nach einem fliegenden Start war er in 32,623 Sekunden schneller als seine größten Widersacher, die beiden Österreicher David Gleitscher und Jonas Müller.

Doppelsitzer verpassen Podestplätze

Dagegen verpassten die deutschen Doppelsitzer im Sprint die Podestplätze deutlich. Toni Eggert/Sascha Benecken, die am Samstag noch auf den dritten Platz gefahren waren, landeten auf dem ungewohnten letzten Platz unter 15 Teams.

Das bayerische Duo Tobias Wendl/Tobias Arlt verpasste auf Platz fünf das Podest um 78 Tausendstelsekunden. Weitere fünf Tausendstel dahinter kamen Hannes Orlamünder/Paul Gubitz auf den sechsten Platz. Der Sieg ging wie am Vortag an die Österreicher Thomas Steu/Lorenz Koller.

red/fil | Stand: 29.11.2020, 15:13

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