Rodlerin Julia Taubitz triumphiert doppelt

Taubitz über ersten Weltcup-Sieg: "Hab geschrien, wie eine Bekloppte" Sportschau 08.12.2018 02:24 Min. Verfügbar bis 08.12.2019 Das Erste

Weltcup in Calgary

Rodlerin Julia Taubitz triumphiert doppelt

Julia Taubitz hat sich beim Weltcup im kanadischen Calgary überraschend deutlich vor Natalie Geisenberger durchgesetzt. Die 22-Jährige fuhr in beiden Läufen Bestzeit. Wenig später hatte sie mit der Teamstaffel erneut Grund zum Jubeln.

Erster Weltcup-Sieg für Taubitz

In beeindruckender Manier holte Nachwuchshoffnung Taubitz (Oberwiesenthal) in Calgary ihren ersten Weltcup-Sieg. Taubitz benötigte 1:33,408 Minuten für die beiden Läufe und setzte sich nach drei zweiten Plätzen erstmals gegen Olympiasiegerin Geisenberger (Miesbach/+0,104 s) durch. Damit setzte sie auch den Siegeszug der deutschen Rodlerinnen fort. Platz drei ging an die Kanadierin McRae (+0,477 s).

Taubitz: "Hätte ich nie gedacht"

Julia Taubitz

Julia Taubitz

"Saugeil. Dass das hier passiert, hätte ich nie gedacht", jubelte Taubitz nach dem Rennen. Geisenberger zollte ihrer Teamkollegin Respekt: "Sie ist so oft Zweite geworden, da hat sie es sich verdient." Im Gesamtweltcup verteidigte Geisenberger ihre Führung und liegt mit 385 Punkten nun 30 Zähler vor Taubitz (355).

Hüfner mit Aufholjagd - Eitberger stürzt

Die beiden übrigen deutschen Starterinnen büßten bereits im ersten Durchgang alle Chancen auf einen Podestplatz ein. Weltmeisterin Tatjana Hüfner (Blankenburg) und die Olympia-Zweite Dajana Eitberger (Ilmenau) patzten auf der selektiven Olympiabahn von 1988 und fielen zurück. Hüfner reihte sich zunächst auf Platz 14 ein und wurde nach einer Aufholjagd noch Siebte (+0,619 s). Eitberger stürzte im zweiten Lauf und belegte am Ende den 25. Rang (+36,923 s).

Sicherer Sieg in der Teamstaffel

In der Teamstaffel war das deutsche Quartett mit Julia Taubitz, Felix Loch und dem Doppel Tobias Wendl/Tobias Arlt nicht zu schlagen. In 2:21,550 Minuten setzte sich das Team gegen die Mannschaften aus den USA (+0,269 Sekunden) und Österreich (+0,370 Sekunden) durch .

Taubitz war als Siegerin des Einzel erstmals für das Team nominiert und hatte vor dem Lauf noch geflachst: "Ich habe keine Ahnung, wie das funktioniert." Im Rennen legte sie aber mit erneuter Bestzeit den Grundstein für den Erfolg. Zwar fiel Felix Loch in seinem Lauf knapp auf den zweiten Platz zurück, Wendl/Arlt holten den Rückstand aber spielend wieder auf und fuhren den Sieg nach Hause.

Thema in: Das Erste, Sportschau live, 9.12., ab 8.55 Uhr

fth/sid | Stand: 08.12.2018, 20:00

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