Loch Dritter im Gesamtweltcup

Rodeln der Herren - der 2. Lauf aus Sotschi Sportschau 24.02.2019 20:41 Min. Verfügbar bis 24.02.2020 Das Erste

Rodeln

Loch Dritter im Gesamtweltcup

Die Rennrodler Felix Loch und Johannes Ludwig haben ihre Mini-Chance auf den Gewinn des Gesamtweltcups nicht nutzen können. Im letzten Rennen der Saison in Sotschi fuhren beide am Podium vorbei. Loch hatte mit Schwindelanfällen zu kämpfen.

Titelverteidiger Loch blieb nach Platz vier im Sprint am Sonntag (24.02.2019) auf der WM-Bahn von 2020 Dritter im Gesamtklassement, der zuvor Führende Ludwig wurde nach Platz zehn im Sprint Vierter. Neuer Gesamtweltcupsieger wurde der russische Europameister Semjon Pawlitschenko vor seinem Landsmann Roman Repilow. "Er lässt es hier richtig krachen", sagte Loch am ARD-Mikrofon: "Er fährt hier mit dem Messer zwischen den Zähnen. Da haben wir fürs nächste Jahr etwas vor."

"Wie besoffen" im Einzelrennen

Noch ärger erging es Loch am Sonntagvormittag im olympischen Einzelrennen. Da landete er nur auf Rang acht, Ludwig wurde Zwölfter. Loch hatte dabei im ersten Lauf mit Schwindelanfällen zu kämpfen. "Ich konnte nicht geradeaus schauen - wie wenn man besoffen ist", meinte er hinterher. Sieger wurde Pawlitschenko vor Roman Repilow, dem Gesamtweltcupsieger von 2017. Auf Rang drei schaffte es Dominik Fischnaller aus Italien.

Fazit: Saison war durchwachsen

"Das Saisonfazit ist sehr, sehr durchwachsen" sagte Loch über den vergangenen Winter. Der Berchtesgadener hatte das wichtigste Rennen des Jahres bei der Heim-WM in Winterberg gewonnen, nach seinem Olympia-Debakel in Pyeongchang aber nie zurück zu alter Dominanz gefunden. "Es waren schon gute Rennen dabei, aber es war bei Weitem nicht so konstant wie die Jahre zuvor."

Loch: "Hab nicht gerade schauen können, wie wenn man besoffen ist" Sportschau 24.02.2019 02:17 Min. Verfügbar bis 24.02.2020 Das Erste

Geisenberger im letzten Rennen Dritte

Bei den Frauen wurde Weltcupgesamtsiegerin Nathalie Geisenberger im Sprintrennan am Sonntag Dritte. Die 31 Jahre alte Miesbacherin hatte sich bereits am Samstag mit einem Sieg im Einzel die Kristallkugel gesichert und ihre Rekordserie auf sieben Siege nacheinander in der Gesamtwertung ausgebaut. "Das ist schon ziemlich geil. Ich habe im Sommer wirklich nicht damit gerechnet, dass ich EM, WM und den Gesamt-Weltcup gewinnen kann. Ich bin natürlich sehr glücklich", sagte Geisenberger. Ihren letzten Auftritt feierte Tatjana Hüfner, die als Olympiasiegerin und fünfmalige Einzel-Weltmeisterin zu den erfolgreichsten Rodlerinnen zählt. In Sotschi fuhr die 35-Jährige auf Platz sieben im Sprint, in der Gesamtwertung wurde sie Sechste - den vierten Platz belegte Dajana Eitberger.

Auch Eggert/Benecken im Sprint Dritte

Wie Geisenberger begnügten sich auch Toni Eggert/Sascha Benecken einen Tag nach dem Gewinn des Gesamtweltcups mit Platz drei im Sprint am Sonntag. Der Sieg ging an Alexander Denisew/Wladislaw Antonow (Russland) vor den Letten Andris Sics/Juris Sics. Tobias Wendl/Tobias Arlt wurden Siebte, Robin Geueke/David Gamm landeten auf Platz 10. "Da können wir sehr stolz drauf sein", sagte Benecken, der mit Eggert das konstanteste Doppel der Saison bildete.

Teamstaffel reicht Rang zwei für Gesamtweltcup

Im allerletzten Weltcuprennen der Saison musste sich die deutsche Teamstaffel den starken Russen geschlagen geben, entschied aber die Gesamtwertung auch für sich.

Natalie Geisenberger stellt den Sotschi-Eiskanal vor Sportschau 24.02.2019 02:12 Min. Verfügbar bis 24.02.2020 Das Erste

dpa/sid | Stand: 24.02.2019, 14:19

Rodeln | Weltcupstand Damen

NamePkt
1.Natalie Geisenberger1052
2.Julia Taubitz793
3.Summer Britcher637

Rodeln | Weltcupstand Herren

NamePkt
1.Semjon Pawlitschenko788
2.Roman Repilow718
3.Felix Loch685
Darstellung: