Geisenberger gewinnt Rodel-Gesamtweltcup - Taubitz Zweite im Schneechaos

Geisenberger schnappt sich Rennrodel-Gesamtweltcup Sportschau 07.02.2021 02:32 Min. Verfügbar bis 07.02.2022 Das Erste

Rodeln

Geisenberger gewinnt Rodel-Gesamtweltcup - Taubitz Zweite im Schneechaos

In einem kuriosen Schneerennen machte Natalie Geisenberger in St. Moritz den achten Gesamt-Weltcup-Erfolg perfekt. Julia Taubitz fuhr aufs Podest. Die Überraschung beim Saisonfinale gelang aber einer Lettin.

Beim Saisonfinale in St. Moritz konnte Natialie Geisenberger zwar nur den 13. Platz einfahren, verteidigte damit aber ihre Führung im Gesamtweltcup erfolgreich vor Weltmeisterin Julia Taubitz. Die Oberwiesenthalerin wurde im Schweizer Wetterchaos starke Zweite. "Ich wollte unbedingt den Gesamtweltcup- gewinnen", sagte eine überglückliche Geisenberger.

Beim Überraschungssieg der Lettin Elina Vitola belegte die Olympia-Zweite Dajana Eitberger Platz vier. Cheyenne Rosenthal feierte als Fünfte ihr bestes Saisonergebnis.

Schnee macht den Athletinnen zu schaffen

Intensiver Schneefall machte den Rodlerinnen am Sonntag zu schaffen. Geisenberger war der Sieg in der Gesamtwertung eigentlich nicht mehr zu nehmen. Mit 74 Punkten Vorsprung auf Weltmeisterin und Titelverteidigerin Taubitz (Oberwiesenthal) musste die Miesbacherin nur unter den besten 15 ins Ziel kommen, dann war der achte Triumph perfekt. Doch die Bedingungen machten einen dicken Strich durch die scheinbar einfache Rechnung.

Die schnellste deutsche Starterin im ersten Lauf war Rosenthal, die noch relativ gute Bedingungen in der Naturbahn hatte und mit nur +0,271 Sekunden Rückstand auf Platz zwei hinter die Führende Kendija Aparjode (56,728 Sekunden) fuhr.

Spannender Rennverlauf

Geisenberger ging als 23. ins Rennen und war im Ziel über eine Sekunde langsamer als die Lettin unterwegs. Platz 18 - ein enttäuschendes Ergebnis nach dem ersten Lauf. Mitfavoritin Taubitz (+0,758) reihte sich allerdings auch nur als Neunte ein.

Spannend blieb es auch beim Kampf um Platz drei. Eitberger (Ilmenau) hatte in der Gesamtwertung nur 12 Punkte Vorsprung auf die ärgste Rivalin Madeleine Egle. Eitberger fuhr zwar fehlerfrei, kam aber auch nicht auf die ideale Geschwindigkeit und hatte als Siebte einen Rückstand von 0,694 Sekunden. Die Österreicherin (+1,435) lag auf Rang 21.

Geisenberger macht im Finale kurioso den Gesamtweltcup perfekt

Durch die umgekehrte Startreihenfolge ging Geisenberger als Neunte in die finale Entscheidung und hoffte auf bessere Bedingungen, um den Rückstand von 1,2 Sekunden aus dem ersten Lauf aufzuholen. Ein Paukenschlag gelang der 33-Jährigen mit ihrem Schlitten zwar nicht, sie konnte sich aber zunächst an die Spitze setzen. Die Vizeweltmeisterin verpasste allerdings am Ende als 13. das Podium klar. Der Gesamtweltcup-Sieg war aber in trockenen Tüchern.

Taubitz fährt aufs Podium

Taubitz (+0,252) fuhr dagegen glänzend gegen den Schnee in der Eisrinne an und wurde mit Platz zwei hinter Vitola (1:53,618 Min) belohnt. Den Rückstand auf Geisenberger in der Gesamtwertung konnte sie damit zwar nicht mehr aufholen, schloss die Saison aber als Gesamtzweite ab.

Eitberger gelang mit einem Rückstand von 0,295 Sekunden noch Platz vier im Rennen, in der Gesamtwertung konnte sie Egle nicht von Platz drei verdrängen. Auch Rosenthal (+0,303) verpasste das Podest bei ihrer besten Saisonplatzierung als Fünfte nur knapp. "Bestes Weltcup-Ergebnis, ich bin zufrieden," freute sich die 20-Jährige.

Stand: 07.02.2021, 14:41

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