Deutsche Rodel-Doppelsitzer und Männer bei Heim-Weltcup geschlagen

Rodeln - die Doppelsitzer in Altenberg Sportschau 11.01.2020 18:43 Min. Verfügbar bis 11.01.2021 Das Erste

Weltcup in Altenberg

Deutsche Rodel-Doppelsitzer und Männer bei Heim-Weltcup geschlagen

Beim Weltcup in Altenberg haben die deutschen Doppelsitzer den erhofften Sieg genauso verpasst wie der einstige Einzel-Dominator Felix Loch. Ein Duo und Loch schafften es aber zumindest aufs Podest.

Die deutschen Rodel-Doppelsitzer haben ausgerechnet beim ersten Heimspiel des Winters ihre erste Weltcup-Niederlage der Saison kassiert. In Altenberg mussten sich die Weltmeister Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl) am Samstag (11.1.2020) mit dem zweiten Rang hinter Thomas Steu/Lorenz Koller aus Österreich begnügen, bei teilweise starkem Schneefall fehlten mehr als zwei Zehntelsekunden zum Sieg.

Eggert: "Gut für Gesamtweltcup"

Rodler Felix Loch aus Deutschland in Atkion.

"Wir wussten, dass die Österreicher bei diesen Bedingungen schneller sind", sagte Eggert in der ARD: "Und wir hatten auch einen Fehler drin. Aber für den Gesamtweltcup ist das ein gutes Ergebnis." Denn die Thüringer bauten ihre Führung im Klassement aus, weil der Weltcup für die Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) völlig enttäuschend verlief. Nach zwei schwachen Läufen landeten die Bayern nur auf Platz sieben. Robin Geueke/David Gamm (Winterberg) holten Rang sechs. Fünf Wochen vor der WM in Sotschi (14. bis 16. Februar) ist das Ergebnis auf der Heimbahn wohl auch ein Warnsignal mit Blick auf das Material. "Wir waren die ganze Woche im Training schnell, jetzt ändert sich das Wetter, und es läuft nicht mehr", sagte Wendl.

Bisher je zwei Siege für Eggert/Benecken und Wendl/Arlt

Bei den bisherigen Doppelsitzer-Weltcups hatten Eggert/Benecken und Wendl/Arlt die Siege untereinander aufgeteilt: Eggert/Benecken gewannen in Innsbruck und Whistler, Wendl/Arlt waren in Lake Placid am schnellsten. Einzig im Sprint von Lake Placid stand ein nicht-deutsches Duo ganz oben, die Letten Andris und Juris Sics gewannen dort den nicht-olympischen Wettbewerb.

Felix Loch wartet weiter auf ersten Saisonsieg

Bei den Männern muss der einstige Rodel-Dominator Felix Loch auch nach dem ersten Heim-Weltcup des Winters weiter auf den ersten Saisonsieg warten. Der zweimalige Olympiasieger wurde in Altenberg nur Dritter. Loch musste sich Olympiasieger David Gleirscher aus Österreich deutlich um 0,270 Sekunden geschlagen geben, Zweiter wurde Dominik Fischnaller (Italien/+0,233). Zweitbester Deutscher war Nachwuchsmann Max Langenhan (Friedrichroda/+0,438) auf dem sechsten Platz, der Olympia-Dritte Johannes Ludwig (Oberhof/+0,510) wurde Achter.

In Altenberg wäre für Loch ein Sieg bei optimalem Verlauf möglich gewesen. Doch in einem schwachen ersten Durchgang verlor der Bayer drei Zehntelsekunden auf Gleirscher.

red/sid | Stand: 11.01.2020, 15:26

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