Rennrodler Ralf Palik beendet Karriere

Rodler Ralf Palik nach einem Rennen 2017

Vor dem Rodel-Saisonauftakt

Rennrodler Ralf Palik beendet Karriere

Rennrodler Ralf Palik hat mit nur 28 Jahren seine Karriere beendet. Seinen größten Erfolg feierte der Oberwiesenthaler 2016 am Königssee: Hinter Felix Loch wurde er Vize-Weltmeister.

"Ich habe keine sportliche Perspektive mehr gesehen", wird Palik in einer Mitteilung des Bob- und Schlittenverbands für Deutschland (BSD) zitiert. Palik hatte nach durchwachsenen Leistungen in den Auswahlrennen, unter anderem war er nur Sechster bei den Deutschen Meisterschaften geworden, keinen der fünf Weltcup-Startplätze erhalten.

"Jetzt habe ich gesehen, dass ich mit meiner Leistung nicht mehr vorne mitfahren kann. Im Gegenteil, ich habe es nicht geschafft, mich gegen drei jüngere Fahrer durchzusetzen, und da muss ich dann einfach respektvoll anerkennen, dass sowohl die älteren als auch jüngeren Rennrodler besser sind als ich", so Palik. Ausschlaggebend für seine Entscheidung sei aber nicht nur die deutsche Meisterschaft, sondern die Ausscheidungsrennen insgesamt gewesen.

Palik hatte vor der Saison intensiv versucht, an seinen Defiziten zu arbeiten. Sogar einen Ortswechsel nach Oberhof hatte er gewagt. Jetzt musste er feststellen: "Ich konnte mich athletisch leider nicht weiterentwickeln und mein Manko, die Startleistung, nicht verbessern."

Größter Erfolg: Vize-Weltmeister 2016

Den größten Erfolg seiner Karriere feierte Palik 2016 am Königssee. Hinter dem Berchtesgadener Felix Loch und vor dem Österreicher Wolfgang Kindl gewann er Silber im Einzel. Daneben sicherte er sich hinter Loch und dem Thüringer Andi Langenhan Bronze im Sprint. Bei den Europameisterschaften am Königssee ein Jahr später gewann er Gold mit der Staffel und Silber im Einsitzer wie schon bei der EM 2016 in Altenberg.

Thema in: B5 Sport, 21.11.2018, 15.55 Uhr

bsd/red | Stand: 21.11.2018, 16:38

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