Rennrodeln Rodler Langenhan siegt zeitgleich mit Kindl in Altenberg

Stand: 12.12.2021 14:13 Uhr

Rennrodler Max Langenhan hat in einem irren Finish seinen ersten Weltcup-Sieg eingefahren. Den Erfolg musste er sich allerdings mit dem Österreicher Wolfgang Kindl teilen, der auf die Tausendstelsekunde gleich schnell war. Auch die deutsche Teamstaffel konnte überzeugen und raste auf den ersten Platz.

Riesenfreude bei Max Langenhan: Der 22-jährige Rennrodler aus Friedrichroda hat am Sonntag (12.12.2021) in Altenberg seinen ersten Weltcupsieg eingefahren und stand am Ende gemeinsam mit dem Österreicher Wolfgang Kindl ganz oben auf dem Treppchen. Beide kamen nach zwei Durchläufen auf 1:47,997 Sekunden.

Der Gesamtweltcup-Führende Johannes Ludwig (+0,033) und sein Teamkollege Felix Loch (+0,086) landeten knapp dahinter. Chris Rene Eissler rundete mit dem zehnten Rang (+0,529) das gute deutsche Mannschaftsergebnis ab. Moritz Bollmann wurde wegen Übergewichts des Schlittens disqualifiziert.

Langenhan im Triumph selbstkritisch

"Wolfgang (Kindl, Anm. d. Red.) hätte die Goldmedaille verdient gehabt, ich habe ein paar Fehler mehr gemacht", zeigte sich Langenhan trotz seines Triumphs im Sportschau-Interview kritisch. "Der zweite Lauf war am Start nicht so gut, am Ende bin ich aber überglücklich", fügte er mit einem Lächeln hinzu.

Kindl führt nach erstem Lauf

Ludwig und Loch hatten sich vor dem zweiten Lauf zunächst eine hervorragende Ausgangsposition verschafft. Ludwig blieb auf dem anspruchsvollen Eiskanal im Erzgebirge fünf Hundertstel hinter dem führenden Kindl (53,90), Loch reihte sich auf dem dritten Platz ein (+0,058).

Langenhan musste sich mit 0,134 Sekunden Rückstand als Sechster dagegen schon strecken, um die Podestplätze noch ins Visier zu nehmen. Auch der zweifache Gesamt-Weltcup-Sieger Roman Repilov (Russland) hatte mit Platz acht und einer Hypothek von über zwei Sekunden deutlich Luft nach oben.

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Eissler: "Der zweite Lauf war ziemlich schön"

Im zweiten Lauf setzte zunächst der Italiener Leon Felderer mit 54,391 Sekunden die erste Referenzzeit. Eissler machte es kurz darauf noch besser und schwang sich mit einem knappen Vorsprung von 14 Hundertstel zwischenzeitlich sogar an die Spitze. "Der zweite Lauf war ziemlich schön. Mit dem Ergebnis bin ich recht zufrieden", sagte der Zwickauer im Anschluss.

Packendes Finish

Als zweiter Athlet schaffe es Langenhan an diesem Tag, unter 54 Sekunden (53,963) zu bleiben. Ludwig (+0,033) und Loch (+0,086) bissen sich an dieser Zeit die Zähne aus und reihten sich als Zweiter und Dritter dahinter ein. "Ich habe die ganze Woche schon mit der Kurvenpassage gehadert. Platz drei ist gut, keine Frage. Aber ich habe den einen Fehler zu viel gemacht", erklärte Ludwig nach dem Rennen.

Rennrodler Max Langenhan beim Weltcup in Altenberg

Loch: "Jetzt messen wir schon auf Tausendstel"

Das letzte Wort gehörte schließlich Kindl, der dieses Mal zwar nicht die Zeit von Langenhan knacken konnte (54,097), dank seines guten ersten Laufs am Ende aber ebenfalls ganz oben auf dem Treppchen stand.

"Jetzt messen wir schon auf Tausendstel, was für ein spannendes Rennen", freute sich Loch mit seinem deutschen Teamkollegen: "Es sind immer noch kleine Fehler, die sich in meine Läufe einschleichen. Die grobe Form passt aber."

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Auch deutsche Teamstaffel erfolgreich

Für Langenhan gab es wenig später gleich doppelten Grund zur Freude. Der Einzel-Sieger durfte auch in der Teamstaffel ran und fuhr im Verbund mit Julia Taubitz und dem Doppelsitzer-Duo Toni Eggert und Sascha Benecken zum ersten Sieg in dieser Saison. Ende November musste sich die Mixed-Staffel in Sotschi noch Russland geschlagen geben.

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Altenberg gutes Pflaster für deutsche Rodler

Beim Heim-Weltcup in Altenberg reichte es nun für den ersehnten ersten Platz. Der Vorsprung auf Italien betrug am Ende 0,325 Sekunden, Russland reihte sich auf Rang drei ein (+0,493).

Die zuvor starken Österreicher, die in allen anderen Disziplinen siegreich waren, patzten frühzeitig in der Bahn und mussten sich mit Rang fünf zufriedengeben. Taubitz und Eggert/Benecken hatten bereits am Vortag überzeugen können und jeweils den zweiten Platz eingefahren.

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