Das ändert sich in der Saison 2019/2020

Denis Herrmann und Erik Lesser bei der Mixed-Staffel zur WM 2019 in Östersund

Neue Regeln

Das ändert sich in der Saison 2019/2020

Neue Wintersportsaison, neue Regeln: Im vielen Sportarten gibt es kleinere Änderungen. Was neu ist, woran sich Sportler und Zuschauer gewöhnen müssen, hier!

Ski Alpin

Kombination: Es wurde diskutiert, Für und Wider abgewägt, am Ende stand die Entscheidung: Die Kombination aus Abfahrt oder Super-G und Slalom bleibt fester Bestandteil des Alpinen Ski-Weltcups. Dass es so viel Kritik an dem für Allrounder so spannenden Wettbewerb gab, zieht jetzt aber zumindest eine Regeländerung nach sich: In der Kombination werden nach dem Speedbewerb die Top-30 nicht mehr in umgekehrter Reihenfolge im Slalom starten. Ab sofort startet der schnellste Speedfahrer im Slalom mit der Nummer 1. Dies soll für größere Chancengleichheit sorgen. Das aktuelle Format hatte nach Ansicht der Experten die Techniker begünstigt.

In diesem Winter bestreiten die Männer drei, die Frauen sogar vier Kombinationswettbewerbe. Bei den Männern ist in Bormio, Wengen und Hinterstoder eine Kombination vorgesehen, bei den Frauen in Val d'Isère, Altenmarkt-Zauchensee, Crans-Montana und La Thuile.

Parallelrennen: Auch die Regeln bei den Parallelrennen werden angepasst. Ab sofort gibt es zunächst einen Qualifikations-Lauf. Die besten 32 Fahrer bestreiten dann den eigentlichen Wettkampf im K.o.-System. Die erste Runde umfasst noch Hin- und Rücklauf, ab dem Achtelfinale fällt die Entscheidung, wer in die nächste Runde kommt, in nur einem Lauf.

Langlauf

Die Regeländerungen bei den Langläufern betrifft die Tour de Ski, die in diesem Winter vom 28. Dezember bis 5. Januar ausgetragen wird. Um den Anreiz zu erhöhen, bis zum Ende der Tour dabeizubleiben und nicht vorher auszusteigen, wird es für alle Finisher Extra-Punkte geben. Der Sieger erhält wie bisher 400 Punkte. Aber auch die in der Gesamtwertung abgeschlagenen Athleten werden zukünftig noch belohnt. Für Rang 30 gibt es demnach 20 Punkte, wer auf Platz 31 bis 40 landet, dem werden noch jeweils zehn Punkte gutgeschrieben. Alle übrigen Teilnehmer, die das Ziel an der Alpe Cermis erreichen, erhalten noch fünf Punkte.

Eine kleine Änderung gibt es auch bei den Distanzrennen: Jagdstarts mit Ausnahme der letzten Etappe werden künftig nach den Ergebnissen des Vortages, nicht der Gesamtwertung, gestartet.

Eine Kleinigkeit ändert sich bei der Zeitmessung bzw. der Addition der Zeiten: So wurde festgelegt, dass mit Ausnahme der letzten Etappe die Zehntelsekunden der Laufzeiten aller Etappen gekürzt werden, wenn die dabei erzielten Zeiten in die Gesamtwertung eingerechnet werden. Somit sollten Irritationen zukünftig vermieden werden.

Neu ist auch die Sprintwertung: Bisher wurde die aus der Summe der gewonnenen Bonussekunden errechnet. Künftig fließen noch weitere Ergebnisse mit ein. Die neue Punktewertung berechnet sich aus den Endergebnissen der Sprints, der Zwischensprints bei Massenstarts und bei allen anderen Etappenformaten aus der Rangliste an der ersten Zwischenzeit.

Eine weitere Neuerung gibt es beim letzten Weltcup im kanadischen Canmore. Das letzte Rennen der Saison wird eine 4x5 Kilometer Mixedstaffel mit je zwei Damen und zwei Herren. Die ersten beiden Teilstrecken werden im klassischen Stil absolviert, die letzten beiden im freien Stil.

Skispringen

In dieser Saison gibt es keine Änderungen. Neu sind nur die Weltcup-Springen am 21. und 22. Feburar in Rasnov, erstmals findet ein Weltcup der Männer damit in Rumänien statt. Es sind zudem die einzigen beiden Springen, die auf einer Normalschanze stattfinden.

Biathlon

Biathlon-WM, Single-Mixed-Staffel in Östersund

Mixed-Staffel: Hier übergibt Lesser (re.) bei der WM auf Denise Herrmann.

In der Mixed-Staffel laufen Männer und Frauen künftig nicht mehr unterschiedliche Distanzen. Das bisherige Format, wonach die beiden Frauen 6-Kilometer-Runden und die Männer 7,5-Kilometer-Runden laufen mussten, wurde auf dem IBU-Kongress in München folgendermaßen modifiziert: Wenn die Frauen das Mixed-Rennen eröffnen, laufen alle vier Athleten 6-Kilometer-Schleifen. Beginnen die Männer die Staffel, laufen alle Staffel-Teilnehmer 7,5-Kilometer-Runden. Die Regeländerung gab Athletensprecher Erik Lesser in seinem Podcast "Das Biathlon-Doppelzimmer" bekannt.

Nordische Kombination

Die größte Änderung betrifft das "Nordic Combined Triple" in Seefeld. Am Abschlusstag wird es künftig anstatt zwei Sprüngen nur noch einen Sprung geben. Dadurch wird das Feld beim letzten Rennen enger zusammenrücken.

Außerdem wurden die Weichen bereits für die Saison 2020/21 gestellt. Dann starten die Frauen erstmals in eine eigene Weltcup-Serie. Der Mixed-Team-Wettbewerb feiert seine Winter-Premiere im März 2021 im Rahmen des Saisonabschlusses in Schonach. Dabei werden die Teams aus jeweils vier Athleten bestehen. Für die beiden Männer geht es nach dem Springen je fünf Kilometer in die Loipe, für die Frauen 2,5 Kilometer.

Skeleton

Tina Hermann springt während des ersten Laufs in Whistler auf ihren Schlitten

Im Skeleton wurde das absolute Maximalgewicht verändert. Bei den Männern liegt der Grenzwert jetzt bei 120 kg (früher 115 kg). Bei den Frauen beträgt das Maximalgewicht 102 kg (früher 92 kg). Heißt also: Schwere Sportler müssen mit einem leichteren Gerät fahren, leichtere Sportler können ein schweres Gerät nutzen, um möglichst nah an die 120 kg bzw 102 kg zu stoßen.

Stand: 28.10.2019, 17:07

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