Die Freestyle- und Snowboard-WM im Überblick

Die Freestyle- und Snowboard-WM in Park City/USA Sportschau 01.02.2019 00:56 Min. Verfügbar bis 30.01.2020 Das Erste

WM in Park City/USA

Die Freestyle- und Snowboard-WM im Überblick

Zum dritten Mal finden Freestyle- und Snowboard-Weltmeisterschaften zeitgleich an einem Ort statt: Alles, was Sie zum Event in Park City/USA wissen müssen im kompakten Überblick.

In Park City im US-Bundesstaat Utah werden vom 1. bis 10. Februar Medaillen bei der 18. Freestyle- und der 13. Snowboard-WM vergeben. Insgesamt stehen 28 Wettbewerbe auf dem Programm. Es ist die dritte "Doppel-WM" nach 2015 (Kreischberg/Österreich) und 2017 (Sierra Nevada/Spanien).

Gefahren wird an drei Orten: Deer Valley (Buckelpiste, Aerials), Park City Mountain (Halfpipe, Big Air, Slopestyle, Parallel-Rennen) und Solitude Mountain (Cross). Park City war bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City bereits Austragunsgort diverser Schneewettkämpfe. Park City liegt in den Wasatch Mountains, die zu den Rocky Mountains gehören.

Was ist neu?

Erstmals steht im Rahmen einer Freestyle-WM auch Big Air auf dem Programm. Bei den Snowboardern wird dieser Wettbewerb bereits seit 2003 (Herren) bzw. 2015 (Damen) ausgetragen. 2022 in Peking werden die Ski-Freestyler im Big Air erstmals auch um olympisches Edelmetall kämpfen.

Welche deutschen Starter haben Medaillenchancen?

Gleich zum Auftakt am Freitag hofft Snowboardcrosser Martin Nörl auf eine Medaille. Beim bislang einzigen Weltcup im Dezember in Cervinia/Italien belegte der Niederbayer die Ränge eins und drei.

Im Skicross gehört Heidi Zacher im Skicross zu den Favoritinnen. Sie gewann im Januar ein Jahr nach ihrem Kreuzbandriss beim Weltcup in Idre Fjäll/Schweden.

Bei den Parallel-Rennen der Snowboard rechnen sich die Olympia-Medaillengewinnerinnen Selina Jörg (Silber) und Ramona Hofmeister (Bronze) sowie Stefan Baumeister etwas aus.

Wann gab es die letzten deutschen WM-Medaillen?

2013 in Stoneham/Kanada gewann die mittlerweile zurückgetretene Isabella Laböck Gold im Parallel-Riesenslalom. Die seit langem verletzte Amelie Kober gewann Bronze in beiden Parallel-Wettbewerben.

Letzter deutscher Weltmeister war 1999 bei den Titelkämpfen in Berchtesgaden Markus Ebner in der damals noch ausgetragenen Disziplin Riesenslalom. Die letzte deutsche Herren-Medaille gewann Patrick Bussler 2009 in Gangwon/Südkorea im Parallel-Slalom.

Im Ski-Freestyle holte 2015 die ebenfalls seit langem verletzte Lisa Zimmermann Slopestyle-Gold. Herren-Medaillen gab es bislang nur im nicht mehr ausgetragenen Ski-Ballett, zuletzt 1989 Gold durch Hermann Reitberger.

Wer sind die Stars?

Der größte Star ist die US-Amerikanerin Chloe Kim. Die Tochter südkoreanischer Einwanderer ist die beste Snowboarderin im prestigeträchtigen Halfpipe-Wettbewerb. Im vergangenen Jahr war sie bei Olympia in Pyeongchang als 17-Jährige die jüngste Athletin ihrer Sportart, die Olympia-Gold gewann.

Bei den in der Szene enorm wichtigen X-Games in Aspen/USA gewann sie am vergangenen Wochenende ihre fünfte Goldmedaille in der Superpipe.

Warum fehlt Olympiasiegerin Ester Ledecka?

Ester Ledecka aus Tschechien gewann bei den Olympischen Spielen 2018 erst Gold im Super-G in den Ski-alpin-Wettbewerben, anschließend dann den Parallel-Riesenslalom der Snowboarderinnen vor Selina Jörg und Ramona Hofmeister. Weil es dem Weltverband FIS nicht gelang, die Zeitpläne der Freestyle-/Snowboard-WM und der alpinen Ski-WM im schwedischen Are zu entzerren, startet Ledecka nur bei den Alpinen.

sid | Stand: 30.01.2019, 17:28

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