14 deutsche Athleten für Para Biathlon-WM nominiert

Para Biathlon-Weltmeisterschaft in Östersund

14 deutsche Athleten für Para Biathlon-WM nominiert

Bundestrainer Ralf Rombach hat 14 Athletinnen und Athleten inklusive fünf Guides für die Para Biathlon-Weltmeisterschaft in Östersund (12. bis 15. März) nominiert. Den letzten Schliff soll sich die Mannschaft in Südtirol holen.

Beim Heim-Weltcup von Finsterau hatten die deutschen Para Biathleten die letzte Gelegenheit, sich zu empfehlen. Nun hat der Bundestrainer Ralf Rombach seine Nominierungen für die Weltmeisterschaft im schwedischen Östersund bekannt gegeben. Folgende Athleten haben das Ticket nach Jämtland gelöst:

Sitzenden Konkurrenz: Andrea Eskau (USC Magdeburg), Anja Wicker (MTV Stuttgart) und Martin Fleig (Ring der Körperbehinderten Freiburg)
Stehende Konkurrenz: Alexander Ehler (SV Kirchzarten)
Sehbeeinträchtigte Konkurrenz: Clara Klug (PSV München, mit Guide Martin Härtl), Vivian Hösch (SV Kirchzarten, mit Florian Grimm), Johanna Recktenwald (BiathlonTeam Saarland, mit Jean-Luc Diehl), Leonie Walter (SC St. Peter, mit Frank Wagner) und Nico Messinger (Ring der Körperbehinderten Freiburg, mit Robin Wunderle)

Ralf Rombach an der Strecke mit Alexander Ehler

Ralf Rombach (li.) an der Strecke mit Alexander Ehler

Viele deutsche Athleten zuletzt angeschlagen

In Östersund erwartet die 14 Sportler eine aufregende Premiere: die erste Weltmeisterschaft des nordischen Para Skisports mit reinem Biathlon-Programm. Gefragt sind die Kombinationsmeister aus schnellem Laufen und sicherem Schießen. Dem im Para Biathlon stärker als im Para Skilanglauf auftrumpfenden Team Deutschland kommt das gelegen. Die Erwartungen an die Titelkämpfe sind aus zwei Gründen dennoch gedämpft. Da ist zum einen die starke russische Konkurrenz, die seit Dezember 2019 nach mehrjähriger Sperre wieder startberechtigt ist. Zum anderen waren viele deutsche Athleten angeschlagen. Eskau, Klug und Messinger mussten zuletzt krankheitsbedingt passen, zum Ende des Finsterauer Weltcups erwischte es auch noch Fleig mit einem Infekt.

Starke Konkurrenz für Martin Fleig

Rombach erklärte auf nordski.de: "Wir haben noch Zeit, um fit zu werden." Am 21. Februar versammelt er sein Aufgebot für ein zehntägiges Trainingslager in Ridnaun (Südtirol). Bis dahin sollen die Rekonvaleszenten so weit sein, sich den letzten Schliff zu holen. Aussichtsreichster Medaillenkandidat im deutschen Team ist Fleig. Für den Doppelweltmeister von Finsterau und zweimaligen Silbermedaillen-Gewinner von Prince George ist es die siebte WM-Teilnahme. Seine Konkurrenz ist mit den Russe Iwan Golubkow, Danila Britik und Alexander Dawidowich sowie Taras Rad (UKR) und Daniel Cnossen (USA) groß. Fleig schaffte es beim Weltcup in Finsterau dennoch zweimal aufs Podest.

Martin Fleig

Martin Fleig

Für Klug ist eine Wiederholung ihres Dreifacherfolgs bei der WM 2019 außer Reichweite. Die Russinnen Vera Chlyzowa, Anna Panferowa und Michalina Lysowa sowie Oksana Shyshkova (UKR), Klugs Dauerrivalin der vergangenen Winter, mischen kräftig mit. Eine Medaille in Östersund wäre für Klug schon ein Erfolg.

Clara Klug und Guide Martin Härtl in Finsterau

Clara Klug und Guide Martin Härtl

Team-Oldie Ehler, der es im Januar zweimal unter die Top drei schaffte, will sich an die Weltspitze herankämpfen. Die 16 Jahre junge Walter soll bei ihrer ersten Weltmeisterschaft Erfahrungen sammeln.

Zeitplan Para Biathlon-WM in Östersund
10. MärzEröffnungsfeier
12. MärzEinzel
14. MärzSprint
15. MärzMittlere Distanz und Abschlussfeier

mkö | Stand: 17.02.2020, 09:46

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