Deutschland verliert WM-Auftakt im Para-Eishockey

Eishockey-Para-WM: Chinesen stehlen Deutschen die Show Mittagsmagazin 18.11.2019 02:46 Min. Verfügbar bis 18.11.2020 Das Erste

Heim-WM in Berlin

Deutschland verliert WM-Auftakt im Para-Eishockey

Vom 17. bis 22. November findet die B-Weltmeisterschaftim Para-Eishockey in Berlin statt. Zum Auftakt bekam es die deutsche Nationalmannschaft mit äußerst spielstarken Chinesen zu tun.

Die deutsche Para-Eishockey-Nationalmannschaft hat das Auftaktspiel bei der Heim-WM der B-Gruppe mit 1:4 (0:2, 1:1, 0:1) gegen China verloren. Die Chinesen, die vor dem Turnier als "Wundertüte" bezeichnet wurden, waren in der Eisporthalle Berlin-Charlottenburg von Anfang an überlegen und gingen durch schönes Kombinationsspiel und zielstrebige Offensivaktionen mit 3:0 in Führung. Deutschland steckte zunächst nicht auf und kam im zweiten Abschnitt durch Bas Disveld auf 1:3 heran. Im Schlussabschnitt hatte die deutsche Nationalmannschaft aber nichts mehr zuzusetzen und ging letztlich verdient als Verlierer vom Eis.

Nächste Chance gegen Polen

Die Enttäuschung über die Niederlage ist groß, denn man hatte sich einen anderen Auftakt gewünscht. "Wir hatten uns mehr erhofft, aber wir wussten, dass die Chinesen sehr stark sind", sagte Deutschlands Assistenz-Trainer Michael Gursinsky nach dem Spiel.

Die Chance auf den ersten Sieg bei der Heim-WM gibt es schon am Montag (18.11.), denn dann steht das nächste Spiel an. Gegner ist ab 19 Uhr die polnische Nationalmannschaft. "Ich glaube, dass Polen für uns schlagbar ist. Ich hoffe, dass wir dort ein Ergebnis einfahren, das uns gut tut", so Gursinsky. Im Modus Jeder-gegen-jeden trifft das Team des Deutschen Behindertensportverbandes neben China und Polen auch noch auf Großbritannien, die Slowakei und Russland.

Bernhard Hering

Para-Eishockeyspieler Bernhard Hering

Zweiter Platz als Ziel

Die beiden Erstplatzierten des Turniers steigen in den A-Pool der weltweit besten acht Mannschaften auf und haben damit die Möglichkeit zur Qualifikation für die kommenden Winterspiele. Cheftrainer Andreas Pokorny hatte schon vor dem Turnier den zweiten Platz als Ziel ausgegeben: "Die Russen sind klarer Favorit und werden nach allen Erwartungen einen Durchmarsch hinlegen und sich den Titel sichern. Um den zweiten Aufstiegsplatz streiten wir uns mit China und der Slowakei." Der frühere Eishockey-Profi Pokorny (u.a. Kölner Haie, Adler Mannheim und Düsseldorfer EG) steht seit 2012 hinter der Bande und hatte das Ticket für Pyeongchang 2018 haarscharf mit seinen Mannen verpasst.

Paralympics am Horizont

Vor zwei Jahren hatte das deutsche Para-Team den Abstieg in den B-Pool hinnehmen müssen. Gelingt der Wiederaufstieg bei der WM in Berlin, winkt in der Folge gar die zweite Teilnahme an den Paralympics überhaupt. Einzig 2006 in Turin durfte das Para-Eishockeyteam bislang beim weltweit wichtigsten Behindertensport-Wettkampf dabei sein. Pokorny warnt allerdings schon vor dem Turnier: "Wir müssen einen Schritt nach dem anderen gehen. Priorität hat das erfolgreiche Abschneiden bei der Heim-WM."

Der Spielplan der Para-Eishockey-WM in Berlin (B-Pool)
DatumUhrzeitPaarung
17. November11 UhrSlowakei - Großbritannien 14:1 (2:0, 6:0, 6:1)
15 UhrRussland - Polen 27:0 (7:0, 9:0, 11:0)
19 UhrChina - Deutschland 4:1 (2:0, 1:1, 1:0)
18. November11 Uhr           Russland - Großbritannien
15 UhrSlowakei - China
19 UhrPolen - Deutschland
19. November11 UhrSlowakei - Russland
15 UhrPolen - China
19 UhrDeutschland - Großbritannien
21. November11 Uhr           Großbritannien - Polen
15 UhrChina - Russland
19 UhrDeutschland - Slowakei
22. November11 UhrGroßbritannien - China
15 UhrSlowakei - Polen
19 UhrDeutschland - Russland

Thema in: MDR aktuell Radio, 17.11.2019, 21:40 Uhr

ten/mlö/dbs | Stand: 17.11.2019, 21:30

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