Nolte nach Steigerung zufriedener Fünfter - Forster siegt erneut

Thomas Nolte

Para Ski Alpin | Weltcup

Nolte nach Steigerung zufriedener Fünfter - Forster siegt erneut

Thomas Nolte und Anna-Lena Forster haben in der sitzenden Konkurrenz starke Resultate eingefahren. Während Nolte im zweiten Lauf des Riesenslaloms eine Aufholjagd startete, feierte Forster in Kranjska Gora den nächsten "wichtigen Sieg".

Thomas Nolte hat sich am Dienstag (21.01.2020) den fünften Platz im Riesenslalom erkämpft. "Ich bin mit meiner Platzierung natürlich sehr zufrieden. Nach den Ergebnissen im Riesenslalom von Veysonnaz war es wieder ein Schritt nach vorn", sagte der Monoskifahrer, der für die beiden Läufe 2:03,45 Minuten benötigte.

Nolte: "Der zweite Lauf war deutlich ansprechender"

Nachdem Nolte im ersten Lauf noch Probleme hatte, schob er sich von Rang neun noch um vier Plätze nach vorn. "Der zweite Lauf war deutlich ansprechender, nachdem wir die Skiabstimmung angepasst haben. Ein Dank geht an unseren hervorragenden Servicemann", betonte der 35-Jährige und fügte an: "Der Rückstand ist nicht so zufriedenstellend, im Vergleich zur letzten Saison allerdings schon ein Fortschritt."

Nolte will die positiven Eindrücke mitnehmen und im dritten Riesenslalom am Mittwoch weiter an die Spitze heranrücken. Der Sieg am Dienstag ging an den Weltcup-Führenden Jesper Pedersen aus Norwegen (1:51,74 Minuten). Kurt Oatway (CAN/+2,50 Sek.) belegte Rang zwei, Rene de Silvestro (ITA/+3,54) wurde Dritter. Jeroen Kampschreur (NED), der am Montag noch gewonnen hatte, schied diesmal aus.

Forster dominant zum Sieg: "Kann ich jetzt abhaken"

Bei den sitzenden Starterinnen bleibt Anna-Lena Forster (Radolfzell) das Maß der Dinge. Die 24-Jährige gewann auch den zweiten von drei Weltcup-Riesenslaloms in Kranjska Gora (2:09,24). Vor allem im zweiten Lauf stellte Forster ihre Extraklasse unter Beweis. Nach eigenen Angaben hat sie im Riesenslalom dennoch Defizite und will sich bei den Monoski-Herren "noch viel abschauen". Die Chinesinnen Wenjing Zhang (+4,10) und Sitong Liu (+14,45) fuhren ebenfalls auf das Podest.

Anna-Lena Forster mit Weltcup-Sieg in Kranjska Gora Sportschau 22.01.2020 01:28 Min. Verfügbar bis 22.01.2021 Das Erste

Nach dem Rennen war Forster die Freude über den erneuten Erfolg anzumerken: "Der Sieg ist sehr wichtig für mich. Ich habe gestern meinen ersten Riesenslalom im Weltcup gewonnen. Das kann ich jetzt auf der Liste abhaken. Umso besser, dass es heute gleich noch einmal geklappt hat."

Rieder und Rothfuss verpassen Podest

In der stehenden Konkurrenz verpassten Anna-Maria Rieder und Andrea Rothfuss das Podium. Rieder, die am Montag Vierte geworden war, kam mit einer Zeit von 2:06,36 Minuten auf Platz fünf. Rothfuss belegte nach ihrem Ausscheiden am Vortag diesmal Rang sechs (2:08,51).

Den ersten Weltcupsieg ihrer Karriere sicherte sich Ebba Aarsjo (SWE/1:56,97), die bereits im Europacup brilliert hatte. Mit Bestzeit in beiden Läufen verwies die 19-Jährige ihre ärgsten Konkurrentinnen Varvara Voronchikhina (RUS/+2,26) und Marie Bochet (FRA/+5,44) auf die Plätze.

Ristau nach Aigner-Sturz auf Rang zwei

Bei den Frauen mit Sehbeeinträchtigung wurde Noemi Ristau mit Begleitläuferin Paula Brenzel wie am Montag starke Zweite (2:07,12). Dabei ging den erfolgreichen Läufen ein Schreckmoment voraus: Unmittelbar vor dem ersten Lauf des deutschen Duos stürzte Dominatorin Veronika Aigner. Die Österreicherin musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Brenzel: "Es war ein komisches Gefühl"

Nach zehn Minuten Unterbrechung konnte der Wettkampf fortgesetzt werden, doch entsprechend zurückhaltend fuhren Ristau/Brenzel. "Es war schon ein komisches Gefühl, in den Lauf zu gehen und zu wissen, dass sich eine Konkurrentin vielleicht ernsthaft verletzt hat. Da geht man mit einem unsicheren Gefühl ins Rennen", sagte Brenzel im ARD-Interview.

Im zweiten Durchgang blendete das Duo den Sturz dann aus und verbesserte sich um einen Rang. "Ich denke, dass einen das ein Stück weit hemmt, weil ich ja auch vor einem Jahr eine Verletzung hatte. Man muss lernen, damit umzugehen und für sich einen Weg finden, den Lauf gut zu schaffen", erklärte Ristau. Die Britin Millie Knight gewann das Rennen letztlich in 2:05,01 Minuten, Platz drei ging an ihre Landsfrau Menna Fitzpatrick (+3,98 Sek.). Am Mittwoch wollen Ristau/Brenzel "wieder Gas geben". Dann könnte "ein Podiumsplatz oder ein erster Platz drin sein", so Ristau.

Thema in: Sportschau am 24.01., ab 9.40 Uhr

fth | Stand: 21.01.2020, 17:45

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