Noemi Ristau fährt im Riesenslalom erneut auf das Podest

Noemi Ristau

Para Ski Alpin | Weltcup

Noemi Ristau fährt im Riesenslalom erneut auf das Podest

Noemi Ristau hat mit Begleitläuferin Paula Brenzel auch im abschließenden Riesenslalom von Veysonnaz überzeugt. Bei den Frauen mit Sehbeeinträchtigung war am Sonntag (12.01.2020) nur ein Schwesterngespann schneller. Auch Andrea Rothfuss fuhr noch einmal auf das Podest.

Noemi Ristau (Marburg) ist im zweiten Riesenslalom des Wochenendes auf Platz zwei gefahren. Mit einer Gesamtzeit von 2:04,39 Minuten hatte die 28-Jährige knapp zwölf Sekunden Rückstand auf die siegreiche Veronika Aigner (AUT). Die Technik-Spezialistin ist mit ihrer Begleitläuferin Elisabeth Aigner das Maß der Dinge im Weltcup. Rang drei ging an die Britin Menna Fitzpatrick, die bei den Paralympics 2018 Silber geholt hatte (+15,80 Sek.).

Rothfuss auf dem Podest - Forster stürzt bei Rückkehr

Andrea Rothfuss (Freudenstadt) wurde bei den stehenden Starterinnen Dritte (2:04,88). Der 30-Jährigen, die derzeit an ihrer Technik feilt, unterliefen auch am Sonntag mehrere kleine Fehler. Mengqiu Zhang (CHN) holte sich mit zwei glänzenden Läufen in 1:57,09 Minuten den Sieg. Platz zwei belegte die Französin Marie Bochet, die trotz Knieproblemen ins Rennen gegangen war (+3,38 Sek.).

In der sitzenden Konkurrenz ging Anna-Lena Forster wieder an den Start. Die 24-Jährige aus Radolfzell hatte die vergangenen beiden Tage wegen eines Todesfalles bei der Familie verbracht. Nachdem Forster im ersten Lauf des Riesenslaloms gestürzt war, schrieb sie auf Instagram: "Tag abhaken und Fokus neu setzen ist angesagt: am Mittwoch startet der nächste Weltcupblock in Prato Nevoso."

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Die US-Amerikanerin Laurie Stephens war in 2:09,67 Minuten die Schnellste. Zweite wurde die Niederländerin Barbara van Bergen (+3,32), Sitong Liu (CHN/+8,30) komplettierte das Podest.

Nolte: "Habe neues Selbstvertrauen mitgenommen"

Bei den sitzenden Startern kam Thomas Nolte (Braunschweig) auf Rang elf. Mit einer Zeit von 2:01,32 Minuten hatte der 35-Jährige mehr als zehn Sekunden Rückstand auf die Spitze. Allerdings bestritt Nolte mit seinem neuen Monoski erst das zweite Weltcup-Rennen der Saison.

"Die Piste war in einem hervorragenden Zustand und ich konnte meine Leistung im Vergleich zu gestern steigern. Ich fühle mich auf einem guten Weg und habe neues Selbstvertrauen aus den Rennen mitgenommen. Ich hoffe, dass ich mich weiter steigern kann", sagte er. Nach dem Rücktritt von Georg Kreiter ist Nolte der einzige männliche Athlet im deutschen Para-Ski-Alpin-Team.

Derweil verdiente sich der Pole Igor Sikorski mit zwei starken Läufen den Sieg (1:50,95). Super-G-Spezialist Jesper Pedersen (NOR/+0,38 Sek.) wurde wie am Samstag Zweiter, Super-G-Weltmeister Jeroen Kampschreur (NED/+0,95) kam auf Platz drei.

Para-Ski - DPS-Team mit gutem Auftritt in Veysonnaz Sportschau 12.01.2020 07:23 Min. Verfügbar bis 12.01.2021 Das Erste

Marcoux und Bauchet ragen mit fünf Siegen heraus

Bei den Startern mit Sehbeeinträchtigung glänzte Super-G-Dominator Mac Marcoux auch im Riesenslalom. Mit einer beeindruckenden Leistung gewann der Kanadier auch den fünften Wettkampf in Veysonnaz. In 1:49,46 Minuten verwies Marcoux den Italiener Giacomo Bertagnolli (+0,37) und Marek Kubacka aus der Slowakei (+7,63) auf die Plätze.

Auch in der stehenden Konkurrenz holte Arthur Bauchet (1:50,70) den fünften Sieg im fünften Rennen. Der 19-jährige Franzose gewann mit 1,43 Sekunden Vorsprung auf Markus Salcher (AUT). Der 33 Jahre alte Schweizer Thomas Pfyl durfte sich bei seinem Heimrennen über Rang drei freuen (+3,78).

Thema in: Sportschau am 12.01., ab 9.10 Uhr

fth | Stand: 12.01.2020, 16:33

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