Messinger Dritter beim Heim-Weltcup in Dresden

Wintersport ermöglicht Präsentation paralympischer Athleten Mittagsmagazin 14.01.2020 02:18 Min. Verfügbar bis 14.01.2021 Das Erste

Para Ski nordisch

Messinger Dritter beim Heim-Weltcup in Dresden

Erstmals in der Geschichte des Wintersports fanden in Dresden Weltcup-Rennen mit olympischen und paralympischen Athletinnen und Athleten am selben Tag und selben Ort statt. Die Kulisse am Elbufer war prächtig und auch die Ergebnisse stimmten.

Es war ein Ausrufezeichen vor gewaltiger Kulisse am Dresdner Königsufer. Der 25-jährige Nico Messinger lief am Montag (13.01.2020) im Langlauf-Sprint der Männer mit Sehbeeinträchtigung beim Para Ski nordisch Heim-Weltcup auf einen hervorragenden dritten Platz. Der Freiburger und sein Guide Robin Wunderle mussten sich lediglich dem schwedischen Sprint-Spezialisten Zebastian Modin und dem mehrfachen Paralympicssieger Brian McKeever aus Kanada geschlagen geben.

Großes Lob vom Bundestrainer

Schon im Prolog hatte Messinger als Dritter gezeigt, was möglich ist. Seinen Halbfinallauf gewann er sogar vor McKeever. "Nico hat das super gemacht", sagte Bundestrainer Ralf Rombach über seinen Schützling, dem bei der Siegerehrung seine Freude anzumerken war. "Nach meinem schlechten Saisonstart in Lillehammer geht es jetzt hoffentlich bergauf", so Messinger.

Für weitere deutsche Achtungszeichen sorgten Marco Maier und Clara Klug. Maier verpasste beim Sieg des Russen Vladislav Lekomtsev vor dessen Landsmann Aleksandr Pronkov in der stehenden Konkurrenz den Sprung aufs Treppchen nur knapp - das Zielfoto entschied zugunsten des Polen Witold Skupien. An der Zufriedenheit des 20-jährigen Allgäuers rüttelte das aber kaum. "Ich hätte mit so einem Ergebnis überhaupt nicht gerechnet", sagte Maier.

Para Ski in Dresden

Para Ski in Dresden

Anja Wicker: "Es war ein Traum"

Von ihrem "besten Langlauf-Sprint bisher" sprach Clara Klug, die sich bei den sehbeeinträchtigten Frauen mit ihrem Guide Martin Härtl vor allem im Halbfinale stark präsentierte. "Das war wirklich gut. Im Finale war dann aber leider der Ofen aus", sagte die 25-Jährige. Das Team Klug/Härtl landete am Ende wie Maier auf Rang vier. Den Sieg holte die Österreicherin Carina Edlinger vor Svetlana Sakhanenka (Weißrussland) und Vera Khlyzova (Russland).

Bereits am Sonntag (12.01.2020), im Rahmen des Langlauf-Weltcups der FIS, hatte Anja Wicker, die sich überraschend fürs Finale der Frauen in der sitzenden Konkurrenz qualifizierte, als Sechste das Erlebnis Weltcup in Dresden in vollen Zügen genossen. "Es war ein Traum, vor so einer Kulisse zu starten."

Langlauf-Stars als Zuschauer-Magnet

Die Entscheidungen der Para Sportler hatten direkt im Anschluss an den Team-Sprint der Langlauf-Weltstars stattgefunden, den mehr als 3.500 Zuschauern verfolgten. Erstmals in der Geschichte des Wintersports fanden damit Weltcup-Rennen mit olympischen und paralympischen Athletinnen und Athleten am selben Tag und selben Ort statt. "Es war eine tolle Sache für uns, da dabei zu sein", sagte Ralf Rombach. "Ich hoffe, wir werden noch weitere Gelegenheiten haben, so etwas mitzuerleben."

Thema in: Mittagsmagazin, 14.01.2020, Ab 13.00 Uhr

pm | Stand: 14.01.2020, 17:00

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