Geschwächter Fleig gewinnt erstes Biathlon-Rennen der Saison

Martin Fleig

Para Ski Nordisch | Weltcup

Geschwächter Fleig gewinnt erstes Biathlon-Rennen der Saison

Martin Fleig hat im ersten Biathlon-Rennen der Saison über 12,5 Kilometer triumphiert. Obwohl sich der 30-Jährige vom Ring der Körperbehinderten Freiburg in Lillehammer einen Infekt eingefangen hatte, ging er am Mittwoch in der sitzenden Konkurrenz an den Start.

Fleig: "Arschkalte Bedingungen und ein Infekt"

Fleig schoss viermal fehlerfrei und gewann vor Taras Rad (UKR) und Collin Cameron (CAN), die im letzten Schießen jeweils einen Fehler machten. Nach eigenen Angaben war Fleig nach dem Rennen total kaputt. "Arschkalte Bedingungen und dazu eine Vorgeschichte mit Infekt. Das ließ mich mit wenig Freude und Erwartungen in das Rennen starten. Mit einer fehlerfreien Schießleistung lief ich heute dennoch zum Sieg. Wahnsinn", schrieb ein zufriedener Fleig bei Facebook und dankte den Technikern für einen "grandiosen Ski".

Ehler und Messinger/Wunderle verpassen Top Ten

Bei den stehenden Startern kam Alexander Ehler (SV Kirchzarten) auf Rang elf. Im Rennen über 15 Kilometer unterliefen dem 50-Jährigen drei Schießfehler. Den Sieg holte sich Vladislav Lekomtsev (RUS), Benjamin Daviet (FRA) und Ihor Reptyukh (UKR) komplettierten das Podest.

Bei den Männern mit Sehbeeinträchtigung kam das deutsche Duo Nico Messinger (Ring der Körperbehinderten Freiburg) und sein Guide Robin Wunderle nach neun Schießfehlern auf Rang 20. "Ich habe mir durch die Kälte eine Blase am Zeigefinger geholt und kaum Gefühl beim Abzug. Aber auch läuferisch war ich in keiner guten Verfassung", sagte Messinger. Stanislav Chokhlaev (RUS) gewann das Rennen über 15 Kilometer auch dank einer fehlerfreien Leistung.

Wicker wird Achte - Gretsch bezwingt Masters

Bei den sitzenden Starterinnen belegte Anja Wicker vom MTV Stuttgart mit vier Fehlern den achten Platz. "Ich habe in der beginnenden Dämmerung die Scheiben nicht mehr richtig gesehen", erklärte die 27-Jährige.

Im Rennen über 12,5 Kilometer bezwang die US-Amerikanerin Kendall Gretsch ihre Landsfrau Oksana Masters, die sich in Lillehammer in allen Langlauf-Wettbewerben gegen Gretsch durchgesetzt hatte. Masters unterlief beim ersten Schießen ein Fehler, Gretsch schoss hingegen null. Dritte wurde die Russin Marta Zaynullina (zwei Fehler).

Dreifach-Erfolge für Russland und die Ukraine

Bei den Frauen mit Sehbeeinträchtigung gingen vier Deutsche an den Start. Im Rennen über 15 Kilometer kam Leonie Walter mit einem Fehler als Siebte ins Ziel. "Damit hätte ich niemals gerechnet. Vor allem mit meiner Schießleistung bin ich zufrieden", freute sich die 15-Jährige. Vivian Hösch belegte Platz neun (zwei Fehler), Johanna Recktenwald trotz null Fehlern Rang zwölf. Recktenwald ging trotz einer Erkältung an den Start: "Ich habe mich total kraftlos gefühlt, wollte es aber trotzdem durchziehen."

Clara Klug und ihr Guide Martin Härtl schieden aus. Die Münchnerin verlor in einer Abfahrt die Kontrolle und stürzte, sodass der Wettkampf noch vor dem ersten Schießen beendet war. "Das war ein Scheißeinstieg in die Saison, aber von nun an kann es nur besser werden", sagte Klug. Am Ende gab es einen russischen Dreifach-Sieg. In der stehenden Konkurrenz jubelte die Ukraine über die ersten drei Plätze.

Clara Klug und ihr Guide Martin Härtl

Clara Klug und ihr Guide Martin Härtl

Thema in: regelmäßig bei Wintersport im Ersten

fth | Stand: 18.12.2019, 18:00

Darstellung: