Fleig beim Lillehammer-Abschluss fehlerfrei auf Rang zwei

Martin Fleig

Para Ski Nordisch | Weltcup

Fleig beim Lillehammer-Abschluss fehlerfrei auf Rang zwei

Martin Fleig hat im abschließenden Weltcup-Rennen von Lillehammer am Donnerstag den zweiten Platz belegt. Nach seinem Sieg im Einzel musste er sich im Biathlon-Sprint über sechs Kilometer nur Ivan Golubkov (RUS) geschlagen geben. Den dritten Platz belegte der Ukrainer Taras Rad.

Auch Golubkov und Rad schießen "null"

Als "nicht gerade meine Paradedisziplin" hatte Fleig das Sprintrennen auf Facebook angekündigt. Doch der 30-Jährige vom Ring der Körperbehinderten Freiburg mischte in der sitzenden Konkurrenz erneut vorn mit. Fleig, der noch immer durch einen Infekt geschwächt war, präsentierte sich stark auf der Strecke und kam wie Golubkov und Rad fehlerfrei durch die beiden Schießeinlagen. Nach 17:37,4 Minuten kam Fleig ins Ziel, Golubkov war 57 Sekunden schneller.

Fleig: "Wieder ein Wahnsinnsbrett geliefert"

"Beim zweiten Schießen hatte ich kaum noch Gefühl im Abzugsfinger. Da war es eine ordentliche Portion Glück, dass alle Scheiben fielen", sagte Fleig erleichtert. In der Loipe sei es besser gegangen als am Mittwoch, vom positiven Ergebnis in dieser "brutal starken Konkurrenz" sei er dennoch überrascht. Zudem dankte Fleig den fleißigen Technikern, die in den vergangenen zehn Tagen die Skier aufbereitet hatten. "Auch heute haben sie mir wieder ein Wahnsinnsbrett geliefert", betonte der Paralympics-Sieger von Pyeongchang.

Ehler: "Ich bin nicht stabil genug"

Bei den stehenden Startern belegte Alexander Ehler mit zwei Fehlern den zehnten Platz. "Ich habe gestern und heute zu viele Fehler gemacht. Entweder ist etwas mit der Waffe nicht in Ordnung oder mit meinen Augen. Vielleicht liegt es auch am Licht hier in Norwegen. Ich bin jedenfalls nicht stabil genug", sagte der 50-Jährige.

Bundestrainer Ralf Rombach mit Alexander Ehler

Bundestrainer Ralf Rombach mit Alexander Ehler

Der zweite Deutsche Marco Maier wurde Zwölfter. Einen Tag vor seinem 20. Geburtstag unterliefen ihm drei Schießfehler. Besser machte es der Ukrainer Ihor Reptyukh, der das Rennen über 7,5 Kilometer gewann. Rang zwei ging an Mark Arendz (CAN), Lokalmatador Nils Erik Ulset bejubelte Platz drei.

Bei den Startern mit Sehbeeinträchtigung kam Nico Messinger mit Begleitläufer Robin Wunderle auf Rang 19. Das deutsche Duo hatte mehr als fünf Minuten Rückstand auf die Spitze. Der Sieg ging an den Weißrussen Yury Holub, Stanislav Chokhlaev (RUS) und Holubs Landsmann Vasily Shaptsiaboi belegten die Plätze zwei und drei.

Wicker schießt stark - Gretsch erneut vor Masters

Bei den sitzenden Starterinnen kam Anja Wicker als Siebte ins Ziel. Die 27-Jährige vom MTV Stuttgart benötigte für die sechs Kilometer 20:59,6 Minuten und durfte sich über eine fehlerfreie Schießleistung freuen. Im Einzel am Mittwoch hatte Wicker in der beginnenden Dämmerung noch vier Fehler geschossen.

Anja Wicker vom MTV Stuttgart

Anja Wicker vom MTV Stuttgart

An der Spitze gab es das gleiche Bild wie über 12,5 Kilometer: Kendall Gretsch (USA) gewann vor Landsfrau Oksana Masters. Und wie im Einzel unterlief Masters ein Fehlschuss, Gretsch blieb fehlerfrei. Den dritten Platz holte sich Marta Zaynullina (RUS).

Hösch: "Guter Einstieg für den ersten Weltcup"

Bei den Frauen mit Sehbeeinträchtigung machten drei Russinnen den Sieg unter sich aus: Anna Panferova gewann vor Vera Khlyzova und Michalina Lisowa. Aus deutscher Sicht überzeugte Vivian Hösch, die mit Guide Florian Grimm als Siebte ins Ziel kam. "Das war ein versöhnlicher Abschluss. Ich hatte noch keine Schnellfeuereinlagen, aber ich habe zweimal null geschossen und war läuferisch gut drauf. Insgesamt war das ein guter Einstieg für den ersten Weltcup", erklärte Hösch.

Clara Klug und Begleitläufer Martin Härtl kamen als Neunte ebenfalls unter die besten Zehn. "Ich war angeschlagen. Außerdem haben die Russinnen extrem gut vorgelegt. Ich weiß, woran ich in den nächsten Jahren zu arbeiten habe. Da ist deutlich Luft nach oben", sagte die Münchnerin, die am Mittwoch im Einzel gestürzt war. Leonie Walter und Guide Frank Wagner wurden 16., Johanna Recktenwald verpasste das Rennen wegen einer Erkältung. In der stehenden Konkurrenz siegte die Ukrainerin Ljudmyla Ljaschenko. Die 15-jährige Ekaterina Kauffmann, die im Langlauf-Sprint und der Staffel gestartet war, verzichtete auf den Biathlon-Sprint.

Thema in: regelmäßig bei Wintersport im Ersten

fth | Stand: 19.12.2019, 16:45

Darstellung: