Doppel-Weltmeister Kreiter gibt Wissen an DPS-Nachwuchs weiter

Georg Kreiter

Para Ski Alpin

Doppel-Weltmeister Kreiter gibt Wissen an DPS-Nachwuchs weiter

Von Felix Thiel

Was macht eigentlich Monoskifahrer Georg Kreiter? Nach seinem Rücktritt vom aktiven Sport konzentriert sich der Doppel-Weltmeister von 2015 auf die Arbeit in der Familiendruckerei, seine Hobbys und den deutschen Monoski-Nachwuchs.

Nachwuchsförderung ein wichtiger Baustein

Im Gespräch mit sportschau.de verrät der 34-Jährige, dass in der Vorweihnachtszeit keine Langeweile aufkommt. Kreiter arbeitet hauptberuflich als Mediengestalter in der Familiendruckerei in Wolfratshausen. Zudem ist er als Freier Mitarbeiter für das Deutsche Para Skiteam Alpin (DPS) tätig. Und wie die ebenfalls zurückgetretene Anna Schaffelhuber will sich Kreiter künftig in die Nachwuchsförderung einbringen. Es gebe zwar noch keine konkreten Pläne, aber genügend Optionen, bestätigt Kreiter eine potentielle Zusammenarbeit mit der siebenfachen Paralympics-Siegerin.

Georg Kreiter bei der Arbeit

Georg Kreiter bei der Arbeit

Nach zehn Jahren als aktiver Monoskifahrer verfügt Kreiter über viel Erfahrung, die er nun teilt: "Es ist spannend, zu sehen, welche Fehler man gemacht hat. Die gleichen Fehler sollen die Nachwuchsleute nicht machen. Es sind oft kleine technische Dinge oder das Material. Da möchte ich mein Wissen über den Monoski (Dämpfung der Monoski, Anm. d. Red.) weitergeben."

Georg Kreiter mit dem DPS-Nachwuchs

Georg Kreiter mit dem DPS-Nachwuchs

Kreiter möchte "reinschnuppern"

Kreiter wurde von den Nachwuchstrainern Maike Hujara und Gerd Schönfelder für die neue Aufgabe im Verband gewonnen. Mit dem zehnfachen Paralympics-Sieger Martin Braxenthaler betreute er den DPS-Nachwuchs Anfang Dezember in Sulden/Südtirol. "Ich möchte reinschnuppern und die jungen Athleten freuen sich über einen erfahrenen Monoskifahrer, der Tipps geben kann", sagt Kreiter.

Georg Kreiter (re.) mit Martin Braxenthaler

Georg Kreiter (re.) mit Martin Braxenthaler

Karriereende im Oktober - Zeit für andere Dinge

Die für ihn schwierige Entscheidung, die aktive Laufbahn zu beenden, reifte über einen langen Zeitraum. Im Januar musste Kreiter seine Teilnahme an der Para-Alpin-WM in Kranjska Gora und Sella Nevea nach einem erneuten Sturz auf die rechte Schulter absagen. Auch im Sommer machte er sich Gedanken. Bis heute stehen Reha und Physiotherapie auf dem Plan.

Georg Kreiter

Georg Kreiter

Derzeit ist Kreiter mit seinem Gesundheitszustand weitestgehend zufrieden. Trotzdem verkündete er am 25. Oktober auf der @georgkreiter.fanpage via Facebook sein Karriereende. Der Gesundheit zuliebe - und um mehr Zeit für Handbike, Basketball und Freunde zu haben. Er freue sich auf alles, was komme. Zudem bleibe er dem Alpin-Team als Trainer und Berater erhalten, so der 34-Jährige.

Georg Kreiter (re.) mit Freunden in Kaunertal/Österreich

Georg Kreiter (re.) mit Freunden in Kaunertal/Österreich

Gute Konstellation und Potential im Weltcup

Kreiter liebt den Sport und sieht auch für die anstehende Weltcup-Saison eine gute Konstellation im deutschen Team. Anna-Lena Forster werde stark auftreten, auch Andrea Rothfuss und Noemi Ristau sei einiges zuzutrauen, betont Kreiter. Zudem wird er einem Freund fest die Daumen drücken: "Ich wünsche Thomas Nolte, dass er nach einer zweijährigen Durststrecke vorn mitmischt." Auch Nachwuchsathlet Nikolai Sommer habe das Potential, in die Top Ten zu fahren.

Besonders freue sich Kreiter aber, den Weltcup von außen zu betrachten. Die ersten Ergebnislisten kann er im Januar studieren, wenn der Para-Alpin-Weltcup in der Schweiz startet. Zuvor gibt es bereits den Europacup in St. Moritz.

Thema in: regelmäßig bei Wintersport im Ersten

Stand: 18.12.2019, 16:00

Darstellung: