Anna-Lena Forster gewinnt ersten Riesenslalom im Weltcup

Anna-Lena Forster bei der Para-Alpin-WM in Kranjska Gora

Para Ski Alpin | Weltcup

Anna-Lena Forster gewinnt ersten Riesenslalom im Weltcup

Anna-Lena Forster ist ein Premierensieg geglückt. Beim Weltcupauftakt im slowenischen Kranjska Gora toppte die Monoskifahrerin damit auch das WM-Ergebnis des vergangenen Jahres.

Anna-Lena Forster hat am Montag (20.01.2020) den ersten Weltcup-Riesenslalom ihrer Karriere gewonnen. Dabei war die 24-Jährige aus Radolfzell in beiden Läufen mit Abstand am schnellsten. Mit einer Gesamtzeit von 2:05,13 Minuten hatte Forster mehr als vier Sekunden Vorsprung auf Wenjing Zhang (CHN). Dritte wurde die US-Amerikanerin Laurie Stevens (+10,24 Sek.). Kranjska Gora ist ein gutes Pflaster für Forster, die hier 2019 WM-Bronze im Riesenslalom holte.

Dieses Element beinhaltet Daten von Instagram. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Rothfuss scheidet aus - Ristau auf dem Podest

Für Andrea Rothfuss (Freudenstadt) war das Rennen bei den stehenden Starterinnen hingegen vorzeitig beendet. Der 30-Jährigen waren bereits in Veysonnaz wiederholt Fahrfehler unterlaufen, in Kranjska Gora schied Rothfuss im ersten Lauf aus.

Dafür fuhr Anna-Maria Rieder nach ihrem starken Weltcupauftakt in Prato Nevoso diesmal auf einen guten vierten Platz. Mit einer Zeit von 2:04,86 Minuten hatte die Deutsche mehr als fünf Sekunden Rückstand auf die siegreiche Mengqiu Zhang (CHN). In einem engen Wettkampf belegte Mollie Jepsen aus Kanada den zweiten Rang (+0,20), Varvara Voronchikhina (RUS/+1,39) komplettierte das Podest. Die achtmalige Paralympics-Siegerin Marie Bochet (FRA) verpasste wie Rothfuss den zweiten Durchgang.

Andrea Rothfuss

Andrea Rothfuss

Bei den Frauen mit Sehbeeinträchtigung fuhr Noemi Ristau (Marburg) mit Begleitläuferin Paula Brenzel auf den zweiten Platz. Mit einer Gesamtzeit von 2:05,38 Minuten musste das Duo dem überragenden Schwesterngespann Veronika und Elisabeth Aigner (AUT/1:51,93) erneut den Vortritt lassen. Rang drei ging an die Britin Millie Knight (+13,73 Sek.).

Nolte: "War sehr engagiert unterwegs"

Bei den sitzenden Startern schied Thomas Nolte (Braunschweig) nach einem Fahrfehler im Zielhang aus. Dabei war der 35-Jährige nach eigenen Angaben "bis dahin sehr engagiert unterwegs". Nolte habe sich gut gefühlt und viel Selbstvertrauen mit in den Lauf genommen.

Der Monoskifahrer gewinnt mit jedem Lauf an Sicherheit: "Ich hoffe, dass sich das dann auch in den Ergebnissen widerspiegelt. Für die beiden Riesenslaloms und den Slalom in den nächsten Tagen werde ich weiter versuchen, mich zu verbessern." Nach dem Rücktritt von Georg Kreiter ist Nolte der einzige männliche Athlet im deutschen Para-Ski-Alpin-Team.

Derweil sicherte sich Jeroen Kampschreur (NED) mit zwei starken Läufen den Sieg (1:46,37). Der Norweger Jesper Pedersen (+1,29 Sek.) wurde Zweiter, Kampschreurs Landsmann Niels de Langen kam mit deutlichem Abstand auf Platz drei (+7,60).

Thema in: Sportschau am 24.01., ab 9.40 Uhr

fth | Stand: 20.01.2020, 16:16

Darstellung: