Riiber für deutsche Kombinierer zu stark

Jarl Magnus Riiber

Weltcup in Otepää

Riiber für deutsche Kombinierer zu stark

Jarl Magnus Riiber hat sich auch am zweiten Tag in Otepää als Kombinations-König dieses Winters präsentiert. Beim ungefährdeten Start-Ziel-Sieg des Norwegers lief Johannes Rydzek auf Platz zwei.

Riiber holte sich am Sonntag (06.01.2019) im estnischen Otepää den sechsten Sieg im achten Weltcup der Saison. Dabei präsentierte sich der Seriensieger bärenstark. Als Führender nach dem Springen war er mit 30 Sekunden Vorsprung vor Manuel Faißt und 36 Sekunden vor Johannes Rydzek ins 10-Kilometer-Rennen gegangen.

Johannes Rydzek in Otepää auf Rang zwei

Johannes Rydzek in Otepää auf Rang zwei

Am Ende lag der Norweger noch immer komfortable 20,9 Sekunden vor dem Zweitplatzierten Rydzek. Rang drei ging an den Japaner Akito Watabe (+43,6 Sekunden), der von Rang acht nach vorn gelaufen war. Faißt konnte seine gute Ausgangsposition nicht ganz halten und wurde Zehnter (+1:05,7 Minuten).

Tolle Mannschaftsleistung der Deutschen

Neben Rydzek und Faißt konnten sich zwei weitere Deutsche unter den besten Zehn platzieren. Die größte Aufholjagd gelang Vinzenz Geiger. Er lief von Rang 16 auf vier nach vorn (+43,7 Sekunden) und hätte Watabe auf der Zielgeraden fast noch abgefangen. Eine Zehntelsekunde fehlte zum Podestplatz. Geiger hatte sich das Rennen gut eingeteilt: "Ich bin nicht so schnell angegangen, damit ich zum Schluss noch ein paar Körner habe. Das ist hintenraus richtig gut aufgegangen."

Fabian Rießle landete auf Rang neun (+1:02,9 Minuten), er war als 19. ins Rennen gegangen. Sprungtrainer Ronny Ackermann sprach beim ZDF von einem "insgesamt sehr sehr guten Tag. Darauf können wir aufbauen. Wir geben in den nächsten Rennen wieder Gas, damit wir Riiber dann auch mal knacken." Terence Weber verlor ein paar Plätze, holte aber als 23. noch Weltcup-Punkte. Das gelang Julian Schmid nicht - er landete auf Rang 32.

Die Situation nach dem Springen

Manuel Faißt

Manuel Faißt

Das Springen hatte Riiber in beeindruckender Manier für sich entschieden. Mit 98 Metern war ihm der weiteste Satz gelungen. Manuel Faißt (95,5 Meter) und Johannes Rydzek (94,5 Meter) erwischten aber auch gute Sprünge und hatten 30 bzw. 36 Sekunden Rückstand auf den Norweger. Faißt ist derzeit im deutschen Team der beständigste Springer und erklärte im ZDF: "Ich bin hier vom ersten Sprung an gut klargekommen. Mit einer stabilen Grundform fällt es auch auf einer Schanze leichter, die man im Weltcup noch nicht so oft gesprungen ist."

Nachdem der Sprungdurchgang am Samstag nicht stattfinden konnte, sah es einen Tag später im estnischen Otepää besser aus. Der Wind wehte nur leicht und machte keine Schwierigkeiten. Der deutsche Meister Fabian Rießle konnte die guten Bedinungen nicht nutzen und hatte nach einem Sprung auf 88,5 Meter als 19. (+1:32 Minuten) kaum Chancen auf eine Spitzenplatzierung. Der sprungstarke Terence Weber erreichte mit 91 Metern Rang elf (+1:07 Minuten), Vinzenz Geiger ging als 16. in die Loipe (+1:17 Minuten). Julian Schmid hatte als 27. schon mehr als zwei Minuten Rückstand auf die Spitze.

Stand: 06.01.2019, 14:35

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