Kombinierer Frenzel verhindert deutschen Fehlstart in Lillehammer

Weltcup in Norwegen

Kombinierer Frenzel verhindert deutschen Fehlstart in Lillehammer

Eric Frenzel hat den deutschen Kombinierern mit Platz zwei noch einen einigermaßen erfolgreichen Auftakt des Weltcup-Wochenendes in Lillehammer beschert. Schon beim Springen hatten die Kombinierer den Anschluss an die Spitze verloren, ein Weltmeister trat gar nicht mehr zum Langlauf an.

Eric Frenzel musste sich im Fotofinish nach fünf Kilometern Langlauf nur um 0,1 Sekunden dem Norweger Jarl Magnus Riiber geschlagen geben. Dritter hinter Frenzel wurde der Österreicher Franz-Josef Rehrl, der nach dem Skispringen am Vormittag noch geführt hatte. Frenzel, nach dem Springen auf Platz fünf mit 44 Sekunden Rückstand, schloss - mit Riiber im Rücken - nach und nach zu Rehrl auf, auf dem letzten Kilometer zogen beide vorbei und duellierten sich um den Sieg - mit dem besseren Ende für Riiber.

"Erik hat alles richtig gemacht und ist wie besprochen schnell angelaufen", erklärte Bundestrainer Hermann Weinbuch nach dem Rennen: "Klar, der Norweger konnte dadurch lutschen. Aber wenn wir uns hinten reinstellen und keine Verantwortung übernehmen, ist der Österreicher weg."

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DSV-Team enttäuscht auf der Schanze

Für die übrigen Kombinierer des Deutschen Skiverbands (DSV) war der erste von drei Wettkämpfen in Lillehammer eigentlich schon nach dem Springen bei wechselnden Windbedingungen von der Normalschanze gelaufen. Zweitbester DSV-Starter war Manuel Faißt als 24. mit einem Rückstand von 1:27 Minuten auf die Spitze. Er wurde am Ende 17., im internen Team-Ranking landete er aber nur auf Platz drei. Denn Vinzenz Geiger (+1:43 Minuten Rückstand nach dem Springen) zog noch an Faißt vorbei und wurde 13. Fabian Rießle, 37. nach dem Springen, konnte noch auf Platz 28 vorlaufen (+1:58).

Rydzek und Weber verzichten auf Langlauf

Einen ganz bitteren Tag erwischten der Rekordweltmeister Johannes Rydzek und Terence Weber. Beide lagen nach dem Springen auf den Plätzen 45 und 46 mit jeweils schon über zwei Minuten Rückstand auf die Spitze und gingen im Langlaufrennen gar nicht mehr an den Start. "Es war ein irreguläres Springen, der Wind hat dauernd gedreht. Und zwei von uns haben dabei richtig in die Scheiße gegriffen", schimpfte Weinbuch nach dem Wettkampf. Am Samstag (01.12.18) und Sonntag finden noch zwei weitere Weltcups der Kombinierer in Lillehammer statt.

Thema in: B5 Sport, 30.11.2018, 15.55 Uhr

br/sid | Stand: 30.11.2018, 15:00

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