Deutsche Mitfavoriten springen beim Saisonauftakt hinterher

Manuel Faißt beim Skispringen in Ruka

Weltcup in Ruka

Deutsche Mitfavoriten springen beim Saisonauftakt hinterher

Der Start in die neue Weltcup-Saison ist den meisten deutschen Kombinierern nicht geglückt. Nach dem Springen in Ruka liegt das Podium eigentlich nur für Manuel Faißt in Reichweite.

Nach der erfolgreichen Olympia-Saison 2017/18 sind die deutschen Kombinierer beim Saisonauftakt im finnischen Ruka deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Bei äußerst schwierigen Wind-Bedingungen gelangen den Top-DSV-Athleten Eric Frenzel, Johannes Rydzek und Fabian Rießle keine Bestweiten von der Schanze. In die Loipe gehen sie am Nachmittag (15.00 Uhr) mit großem Rückstand. Nur Manuel Faißt liegt aus dem deutschen Team nach einem guten Sprung noch in Schlagdistanz.

Rydzek hofft auf Laufstärke

Faißt landete nach 129 Metern auf einem starken vierten Platz und liegt damit 1:36 Minuten hinter dem Führenden Mario Seidl (AUT/145,5 Meter). "Ich bin glücklich, dass die Bedingungen gepasst haben. Die Ausgangsposition ist nicht schlecht", schätzte Faißt seine Chancen vor dem Langlauf ein. Vor ihm gehen neben Seidl noch Jarl Magnus Riiber (NOR/+0:57 Sekunden) und Yishito Watabe (JPN/+1:31 Minuten) ins Rennen.

Vom DSV-Top-Trio kam Rydzek noch am besten mit der Wind-Lotterie zurecht. Doch auch er hat nach seinem Sprung auf 125,5 Meter bereits 1:56 Minuten Rückstand zur Spitze. Die Hoffnung, noch nach vorn zu laufen, hat er dennoch: "Mit ein bisschen Glück bin ich nachher noch vorne dabei", so Rydzek im ZDF.

Frenzel kommt nicht zurecht

Der deutsche Meister Rießle hat nach einem Sprung auf 111,5 Meter als 28. (+3:54 Minuten) ebenso wenig eine Chance auf eine gute Platzierung wie Frenzel, der nach 110,5 Metern auf Rang 31 (+4:06) liegt. "Ich hatte einen kleinen Fehler oben und bin nicht richtig ins Fliegen gekommen", so Frenzel.

Von den weiteren Deutschen erreichte Terence Weber Platz zehn (+2:12). Team-Olympiasieger Vinzenz Geiger startet direkt danach (+2:22).

Eric Frenzel

Eric Frenzel erwischte kein gutes Auftakt-Springen. (Archiv)

Schwierige Bedingungen in Ruka

Die Jury musste den Sprungdurchgang unbedingt austragen, um am Samstag einen kompletten Wettkampf durchziehen zu können. Die provisorische Sprungrunde am Freitag, die notfalls als Grundlage für den Langlauf herangezogen werden kann, war wegen der starken Winde abgesagt worden.

Thema in: Deutschlandfunk, Sport aktuell, 24.11.2018, 22.45 Uhr

ten/sid | Stand: 24.11.2018, 12:30

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