Riiber klar vorn - DSV-Kombi-"Oldies" melden sich zurück

Jarl Magnus Riiber

Seefeld

Riiber klar vorn - DSV-Kombi-"Oldies" melden sich zurück

Bei Eric Frenzel und Johannes Rydzek ist beim Weltcup der Nordischen Kombinierer in Seefeld auf der Schanze der Knoten geplatzt. Der Rückstand auf Überflieger Jarl Magnus Riiber ist dennoch groß. Genauso wie der Frust bei Vinzenz Geiger.

Der stärkste deutsche Kombinierer Vinzenz Geiger schimpfte zum Auftakt des zweiten Wettkampftages beim Seefeld-Triple wie ein Rohrspatz. Nach einem starken Auftakttag büßte Geiger nach einem Satz auf nur 94,5 Meter auf die Spitze deutlich ein. "Das war eine Frechheit. Wenn man bei solchen Bedingungen losgeschickt wird, hat man keine Chance. Der Sprung war eigentlich echt gut", sagte der Oberstdorfer, der schwierigen Rückenwind hatte und damit am Nachmittag (15:00 Uhr im Live-Ticker) mit einem Rückstand von 1:36 Minuten auf den Führenden Jarl Magnus Riiber (Norwegen) auf die zehn Kilometer lange Langlaufstrecke geht.

Frenzel greift als Dritter an

Obwohl Riiber diesmal nicht wie ein Außerirdischer sprang (104,5 m), geht er mit einem großen Vorsprung ins Rennen. Der Grund: Beim Seefeld-Triple werden die Rückstände mit in den nächsten Wettkampftag genommen. So wird Riiber genau 60 Sekunden vor seinem Teamkollegen Jens Luraas Oftebro ins Rennen gehen. Bereits als Dritter greift Eric Frenzel (+1:20 min) in den abschließenden Lauf ein.

Eric Frenzel in Seefeld

Eric Frenzel und Seefeld - das passt.

Der "König von Seefeld", der hier von 2014 bis 2017 ungeschlagen war und in der kleinen Gemeinde Heldenstatus genießt, glänzte mit 106,5 Metern und strahlte mit der Sonne um die Wette: "Wir haben gut gearbeitet. Der Plan im Kopf wird immer deutlicher. Ich bin mit der Ausgangssituation sehr zufrieden", sagte Frenzel im ZDF.

Weber mit dem weitesten Satz

Der weiteste Sprung des Tages gelang Terence Weber mit 108,5 Metern. Trotz des Riesensatzes darf der nicht ganz so gute Läufer erst 2:09 Minuten hinter Riiber ins Rennen gehen.

Drei Deutsche auf Verfolgungsjagd

Manuel Faißt (17./101,0m/+2:34 min), Johannes Rydzek (18./104,5 m/+2:40 min) und Fabian Rießle (20./99,0 m/+2:44 min) werden sich gemeinsam auf die Verfolgung machen. Das DSV-Trio nimmt das Rennen innerhalb von zehn Sekunden auf und dürfte gemeinsame Sache machen. Vor allem Rydzek ist einiges zuzutrauen. Der Oberstdorfer, der in dieser Saison auf der Schanze noch nicht zurecht kam, feierte mit 104,5 Metern einen Befreiungsschlag und geht "mit einem guten Gefühl in den Lauf" und 2:40 Minuten Rückstand in das Rennen.

Schmid und Hahn etwas abgeschlagen

Für Julian Schmid (28./99,0 m/+ 3:24 min) und Martin Hahn (38./+4:22 min) ist der Weg nach vorn schon deutlich weiter.

Seefeld-Triple bis zum Sonntag

Das sogenannte Seefeld Triple wird in diesem Jahr zum siebten Mal ausgetragen. Nach dem "Mini"-Wettkampf mit einem Sprung und einem Fünf-Kilometer-Lauf, den Jarl Magnus Riiber gewann, und dem "normaler" Wettkampf mit dem Zehn-Kilometer-Lauf am Samstag folgt am Sonntag einer mit einem 15-Kilometer-Rennen. In den vergangenen Jahren entsprach der Abschlusswettkampf dem klassischen Gundersen-Einzel mit zwei Sprüngen. In diesem Jahr wird auch am Sonntag nur einmal gesprungen, was die Langläufer deutlich bevorteilt und die Deutschen freuen dürfte. Das besondere am Seefeld-Triple: Alle drei Wettbewerbe zählen zusammen. Die Athleten nehmen die Rückstände von Wettbewerb zu Wettbewerb mit.

sst | Stand: 01.02.2020, 14:00

Nordische Kombination | Weltcupstand Herren

NameP
1.Jarl Magnus Riiber1260
2.Joergen Graabak851
3.Vinzenz Geiger785
4.Jens Luraas Oftebro606
5.Fabian Rießle492
Darstellung: