Riiber feiert historischen Sieg in Schonach

Jarl Magnus Riiber

Weltcup in Schonach

Riiber feiert historischen Sieg in Schonach

Der norwegische Kombinierer Jarl Magnus Riiber hat in Schonach ein Stück Weltcupgeschichte geschrieben. Mit seinem zwölften Saisonsieg stellte er die Bestmarke des Finnen Hannun Manninen ein. Die Deutschen waren chancenlos.

Bei widrigen Bedingungen, starkem Regen und tiefem, weichem Schnee, zeigte Riiber einmal mehr, dass er der beste Kombinierer dieses Winters ist. Über die 10 Kilometer gewann Riiber, der kurz nach dem Start den nach dem Springen führenden Japaner Ryota Yamamoto eingeholt hatte, souverän und mit großem Vorsprung. Riibers Landsmann Jan Schmid kam mit 256 Sekunden Rückstand auf Rang zwei vor dem Österreicher Bernhard Gruber (+ 38,20 Sekunden), der den Wettbewerb am Samstag (16.03.2019) gewonnen hatte.

Bester Deutscher auf Rang 14 - Weinbuch macht sich Gedanken

Als bester Deutscher landete Terence Weber im letzten Saisonrennen auf dem 14. Rang (+ 1:37,00 Minuten). Auch die Team-Olympiasieger Fabian Rießle (18.), Johannes Rydzek (22.) und Vinzenz Geiger (34.) erlebten nach großen Rückständen auf der Schanze einen ernüchternden Wettkampftag. Bundestrainer Hermann Weinbuch war trotzdem nicht enttäuscht: "Ich bin zufrieden, weil der Einsatz war da", sagte er im ZDF. "Man macht sich schon Gedanken, wie wir besser werden können, denn andere haben uns überholt. Wir sind immer noch Weltspitze, aber die große Dominanz haben wir nicht mehr." Das Problem sei, Springen und Laufen unter einen Hut zu bringen. Anzusetzen sei aber definitiv auf der Schanze, so Weinbuch.

Riiber: "Ein erstaunlicher Tag"

Sieger Riiber nahm die Kristallkugel für den Weltcupgesamtsieg entgegen. Auch der Norweger ist aber froh, dass die Saison nun vorbei ist: "Ich war schon nach zweieinhalb Kilometern sehr müde und habe gefroren", sagte er im Ziel. Die Einstellung des Manninen-Rekordes ließ ihn aber durchhalten. "Das ist ein erstaunlicher Tag, ein sehr schweres und hartes Ende einer Saison. Aber es ist schon toll, wenn man zwölf Siege geschafft hat."

Klassischer Gundersen fiel Wind zum Opfer

Eigentlich sollte der letzte Wettbewerb als Klassiker mit zwei Sprüngen und einem 15-Kilometer-Langlauf stattfinden. Doch das Springen am Vormittag war wegen zu starken Windes abgesagt worden. Schon der Probedurchgang konnte nicht durchgeführt werden. Für den abschließenden Langlauf waren daher die Ergebnisse der sogenannten "Provisional  Competition Round" (PCR) vom Samstag herangezogen worden. Zudem wurde das Rennen von 15 Kilometer auf die normalen zehn Kilometer verkürzt. Dort landete der Japaner Ryota Yamamoto vor Riiber. Die deutschen Athleten lagen weit zurück und hatten keine Chance mehr auf eine vordere Platzierung.

wp/dpa | Stand: 17.03.2019, 15:41

Darstellung: