Rießle gewinnt Kampf um Platz drei

Weltcup in Ramsau

Rießle gewinnt Kampf um Platz drei

Fabian Rießle ist beim Weltcup der Nordischen Kombinierer in Ramsau am Samstag (22.12.2018) auf das Podest gelaufen. Nach dem Springen von der Normalschanze und den zehn Kilometern in der österreichischen Steiermark schaffte Rießle den Sprung auf den dritten Platz. Der Sieg ging an den Gesamtweltcup-Führenden Jarl Magnus Riiber, der 2,3 Sekunden vor dem Österreicher Franz-Josef Rehrl das Ziel erreichte.

Fabian Rießle feiert Platz drei nach den 10 km in Ramsau.

Fabian Rießle feiert Platz drei nach den 10 km in Ramsau.

Rießle (Breitnau) setzte sich in einem großen Verfolgerfeld durch und gewann den Spurt um den letzten Platz auf dem Podium. Im Ersten sagte er: "Das Rennen war total hart. Ich war echt enorm fertig." Rießle erklärte: "Ich habe mir vor dem Rennen gesagt: Wenn du die Chance auf das Podium hast, musst Du die Abfahrt bis ins Ziel durcharbeiten." Er war zwei Zehntelsekunden eher im Ziel als Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger. Bei den beiden Oberstdorfern entschied erst das Foto über die Plätze vier und fünf.

Rydzek profitiert vom Abbruch beim Springen

Rydzek war der Nutznießer vom Abbruch des Springens am Mittag. Wegen eines zu großen Anzugs war er eigentlich schon disqualifiziert, doch weil das Springen wegen zu starkem Wind zwei Springer vor Schluss abgebrochen werden musste, durfte Rydzek doch mitmischen. Wenn das Springen nicht stattfinden kann, ist es üblich, den provisorischen Wettkampfsprung vom Vortag zu nutzen.

Johannes Rydzek in Ramsau

Johannes Rydzek in Ramsau

Weber und Frenzel die Leidtragenden

Des einen Glück, des anderen Leid. Terence Weber (Geyer) und Eric Frenzel (Geyer) waren die Verlierer. Weber hatte am Mittag einen ordentlichen Sprung gemacht und hätte eine gute Ausgangslage gehabt. So aber musste er mit 1:04 Minuten Rückstand in die Loipe gehen und konnte nicht mehr ganz vorn angreifen. Frenzel, der sich beim Springen wegen des einsetzenden Regens fast eine halbe Stunde lang auf der Schanze gedulden musste und dann gar nicht mehr springen durfte, kam auf Platz 14. Der Doppel-Olympiasieger von Pyeongchang verkürzte seinen Rückstand von 1:42 Minuten auf 1:00,3 Minuten. Manuel Faißt (Baiersbronn) belegte Rang 19.

Eric Frenzel

Eric Frenzel blieb am Samstag ohne Sprung (Archiv)

Am Sonntag (10.45/12.45 Uhr) steht im WM-Ort von 1999 ein weiterer Einzelwettbewerb auf dem Programm. Das Springen muss dann auf jeden Fall stattfinden, um einen Wettkampf auszutragen. Denn der provisorische Durchgang kann nur einmal als Sprungergebnis herangezogen werden.

Thema in: Sportschau, Das Erste, 22.12.2018, 11.55 Uhr

mkö | Stand: 22.12.2018, 15:30

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