Kombinierer Rydzek holt ersten Podestplatz

Zweiter Weltcup in Ruka

Kombinierer Rydzek holt ersten Podestplatz

Die erfolgsverwöhnten deutschen Kombinierer müssen auch nach dem zweiten Weltcup-Tag in Ruka weiter auf den ersten Saisonsieg warten. Immerhin lief Johannes Rydzek durch eine starke Vorstellung in der Loipe auf Platz drei.

Nach dem enttäuschenden Weltcupauftakt am Freitag haben die deutschen Kombinierer am zweiten Tag in Ruka zumindest teilweise für Wiedergutmachung gesorgt. So landete Johannes Rydzek am Ende auf einem starken dritten Rang. Fabian Rießle präsentierte sich läuferisch ebenfalls in guter Verfassung, machte in der Loipe 33 Sekunden auf Sieger Akito Watabe gut und schloss das Rennen als Elfter ab. Die anderen DSV-Kombinierer beendeten den zweiten Weltcup mit durchwachsenen Leistungen. Vor allem Eric Frenzel enttäuschte.

Akito Watabe

Akito Watabe bei seinem Sieg in Ruka

Rydzek trotz Sturz noch auf Platz drei

Rydzek musste sich nach seinem starken Rennen nur dem souveränen Sprungsieger Watabe (Japan) sowie im Zielspurt dem Finnen Eero Hirvonen geschlagen geben. Rydzek war als Achter des Springens in die Loipe gegangen und hatte 50 Sekunden Rückstand auf Watabe. Am Ende waren es 32,8 Sekunden. In einer achtköpfigen Verfolgergruppe attackierte der Allgäuer auf der vorletzten Runde, stürzte dabei aber und musste sich energiezehrend wieder herankämpfen. Im Schlusssprint hatte Rydzek nur noch wenig zuzusetzen und kam 1,1 Sekunden nach Hirvonen ins Ziel.

Johannes Rydzek (l) jubelte mit Akito Watabe und Eero Hirvonen

Johannes Rydzek (l) jubelt mit Akito Watabe und Eero Hirvonen.

Im Vorjahr hatte Rydzek noch beide Einzel-Wettbewerbe in Ruka gewonnen. Immerhin: Mit seinem dritten Platz sorgte er für den ersten deutschen Podestplatz der Saison. Bundestrainer Hermann Weinbruch über das Rennen seines Schützlings: "Er hat sehr gut begonnen. Als er aufgeschlossen hat, ging es nicht mehr weiter. Nach dem Sturz war der Angriff nach vorne passé."

Durchwachsene Leistungen der DSV-Athleten

Fabian Rießle, Eric Frenzel und Vinzenz Geiger belegten die Plätze elf bis 13. Terence Weber kam als 17. ins Ziel. Fabian Rießle zeigte vor allem in der Loipe eine starke Leistung und machte sieben Plätze und 33 Sekunden gut. Olympiasieger Frenzel blieb hinter den Erwartungen zurück, war aber mit seinem Abschneiden nicht völlig unzufrieden: "Ich habe ein ordentliches Rennen gemacht. Es war schwer zu wissen, wie ich mir das Rennen einteilen soll. Es gibt noch einiges zu tun."

Björn Kircheisen (22.) und Manuel Faißt (28.) verpassten Platzierungen unter den besten zwanzig.

Auftakt am Freitag verpatzt

Beim ersten Wettkampf am Freitag waren Frenzel und Rydzek aufgrund schlechter Windbedingungen beim Springen weit zurückgefallen. Frenzel trat danach nicht mehr zum Langlauf an, Rydzek belegte nach der besten Laufzeit aller Starter schließlich Platz 19.

Thema in: Sportschau, 25.11., ab 09.00 Uhr

ten | Stand: 25.11.2017, 13:53

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